Notunterkunft bei Warendorf Küchen
Bild: Fenneker
Bauzäune trennen den Bereich der Asylbewerber zum Betriebsgelände hin ab. Im Zelt (links) wird das Essen serviert.
Bild: Fenneker

Die Einrichtung löst die Unterkunft in der Turnhalle des Paul-Spiegel-Berufskollegs ab, die bereits seit dem 25. November leer steht. Träger der neuen Unterkunft ist die Stadt – im Berufskolleg war es der Kreis.

Zuvor waren in dem Trakt im Obergeschoss, der nun für Flüchtlinge genutzt wird, Mitarbeiter der Verwaltung von Warendorf Küchen untergebracht. Man habe ohnehin geplant, alle Mitarbeiter zusammenzuführen, sagte am Dienstag Manfred van Ginkel, Geschäftsführer von Warendorf Küchen, bei einem Pressetermin. Nun habe man dieses Vorhaben vorgezogen: Alle Mitarbeiter seien nun über der Produktion untergebracht.

Der Trakt ist von dem Bereich der Firma baulich getrennt worden. Eine Sicherheitstür ist eingebaut. Der Zugang erfolgt von außen: Zwei Stahltreppen sind angebaut worden. „Dort haben wir auch einen Weg neu angelegt“, sagt Hilmar Stock, der die Umbaumaßnahmen für die Stadt koordiniert hat. Über diesen Weg können die Asylbewerber zum Catering-Zelt gehen. Im Bereich auf der anderen Seite des Gebäudes fahren viele Lkw, auch deswegen war der separate Zugang nötig. Duschen und WCs samt Leitungen sind eingebaut worden, außerdem einige Zwischenwände. Insgesamt liegen die Baukosten bei 200 000 Euro, wie Stock sagt. Das Geld strecke die Stadt vor und rechne es dann mit dem Land ab, erläuterte Kämmerer Dr. Martin Thormann.

Van Ginkel sagte, die Firma habe den Sicherheitsdienst verdoppelt. Außerdem gebe es zusätzlich einen Sicherheitsdienst der Stadt.

Zahlen & Fakten:

Bis zu 200 Menschen können in der Notunterkunft bei Warendorf Küchen untergebracht werden.

Die Fläche beträgt 1370 Quadratmeter.

Träger ist die Stadt, Betreiber der Ortsverein Warendorf des Deutschen Roten Kreuzes.

 19 DRK-Mitarbeiter werden dort tätig sein, die zuvor im Berufskolleg im Einsatz waren.

In den Zimmern werden meist acht bis zwölf, in einigen sechs Menschen wohnen.

Der Mietvertrag zwischen Stadt und Warendorf Küchen läuft seit dem 1. November und gilt für ein Jahr.  Man habe einen „marktüblichen Preis“ gezahlt, sagte Erster Beigeordneter Dr. Martin Thormann.

Derzeit (Stand Dienstag) waren in den Warendorfer Notunterkünften in der ehemaligen Kettelerschule und an der Dr.-Rau-Allee noch 80 Flüchtlinge untergebrach

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