Orchesterverein musiziert im Freien
Foto: Baumjohann
Abstand halten galt nicht nur im Publikum, sondern auch für die Musiker des Orchestervereins, die endlich wieder gemeinsam auftreten durften.
Foto: Baumjohann

„Wir haben einfach Lust am Spielen, wollen endlich wieder vor Publikum auftreten“, machte Richard Uhkötter in seinen Begrüßungsworten deutlich, warum es sich der Orchesterverein Freckenhorst nicht hatte nehmen lassen, zu einem herbstlichen Open-Air-Konzert einzuladen.

Schließlich hätten die Musiker wegen der Corona-Pandemie seit dem Konzert am 7. März im Theater am Wall nicht mehr auftreten können: „Keine Schützenfeste und keine Auftritte bedeuten auch keine Einnahmen“, sagt Uhkötter. Und auch die mittlerweile wiederaufgenommene Probenarbeit habe umstrukturiert werden müssen. Der Probenraum an der Gaststätte „Alter Westfale“ sei viel zu klein, um die vorgegebenen Mindestabstände einhalten zu können.

Und so saßen die Orchestervereinsmusiker auch beim Konzert am Sonntag in gehörigem Abstand zueinander. „Da fällt es schon manchmal schwer, die Mitspieler zu hören“, weiß Vorsitzende Theresa Brökelmann. Eine Herausforderung, die die Musiker unter der Leitung von Dirigent Fabian Feldhaus allerdings brillant zu meistern wussten. Von Märschen bis zu Dieter Thomas Kuhn, von Udo Jürgens bis zu Polkas, von Abba bis zu Eric Clapton, von Simon und Garfunkel bis hin zu Peter Maffay reichte das Spektrum der Stücke, die das Hauptorchester des Orchestervereins seinem Publikum in vier Konzertblöcken präsentierte und dafür mit viel Applaus belohnt wurde.

Ebenfalls zu hören waren am Sonntag die Musiker des Jugendorchesters, die beispielsweise mit „Eye of the tiger“ und „Skyfall“ zu überzeugen wussten.

Erstmals übrigens konnte der Orchesterverein am Sonntag ein Konzert komplett in den neuen Uniformen spielen, die im März beim Konzert im Theater am Wall vorgestellt worden waren.

Nette Anekdote am Rande: Ein Exemplar der alten Uniformen überreichten die Musiker ihrem treuen Fan Ralf Bernd Vielmeyer, der zur Polka „Schützenliesel“ auch den Dirigentenstab schwingen durfte.

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