Pappel-Denkmal Opfer von Brandstiftern?
Bild: Gabi Wild
Hartnäckige Glut: Gleich zweimal musste  die Feuerwehr Warendorf zum Brand eines Baumstumpfs am Lohwall ausrücken, um Glutnester zu bekämpfen. Das Naturdenkmal war aber nicht zu retten.
Bild: Gabi Wild

Gleich zweimal ist die Warendorfer Feuerwehr zum Lohwall gerufen worden, zunächst um 19.28 Uhr am Dienstagabend, zum zweiten Mal am Donnerstagmorgen um 5.33 Uhr. In der Einsatzstatistik sind das Kleinbrände, aber von einer Hartnäckigkeit, wie sie auch erfahrene Feuerwehrleute selten erleben.An die im Innern des Stamms glimmenden Glutnester war kein Herankommen. „Das könnte noch Tage weiterkokeln“, sagte der Einsatzleiter, der Stellvertretende Leiter der Feuerwehr Warendorf, Olaf Schröder.

Die Feuerwehr konnte am Mittwochmorgen nichts mehr für die Pappel tun, die nun wohl endgültig wird, was ihr Name verspricht: eine schwarze Pappel. Nach Ende des Einsatzes wurde das Totholz, das nur noch einen einzigen vitalen Trieb hatte, in die Hände des Baubetriebshofs übergeben. Dessen Grünpflegeexperten nahmen sogleich Kontakt mit dem Kreis Warendorf auf. Der Grund: Der Stumpf der einstmals mächtigen Pappel steht in der Liste der Naturdenkmale bei der Unteren Naturschutzbehörde, wurde bereits in den 50er-Jahren des vorigen Jahrhunderts unter Schutz gestellt.

Aber auch das hilft ihm jetzt nicht mehr. Laut Kreis-Pressesprecher Norbert Kampelmann muss er gefällt werden. Warum das Feuer im Innern des teils hohlen Stamms entstand, ist unklar. Aber Olaf Schröder ist sicher: „Von selbst entzündet sich da nichts.“

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