Parkende Autos versperren Rettungswege
Das Zuparken von Rettungswegen kann teuer werden. Gerade auf dem Stiftsmarkt kommt es immer wieder zu erheblichen Schwierigkeiten.

Die Wagen waren so geparkt, dass nicht einmal mehr Rettungsfahrzeuge den Weg über den Platz nehmen konnten. Das galt auch für die Zu- und Abfahrt über die Stiftsbleiche, so dass Anlieger mit ihren Wagen nicht aus der Garage oder dem Carport fahren konnten. Die Folge: Der Knöllchenschreiber der Stadt hatte vor Ort jede Menge zu tun. Das hat unter anderem Ratsfrau Anita Stakenkötter (FDP) auf den Plan gerufen, andere Möglichkeiten aufzuzeigen. Im Gespräch mit Pfarrdechant Manfred Krampe machte sie den Vorschlag, bei Ankündigungen und Kartenvorverkauf für größere Veranstaltungen möge man doch auf die Stellmöglichkeiten an der Industriestraße hinweisen. Pfarrdechant Manfred Krampe erklärte, dass in seltenen Fällen die Pfarrgemeinde selbst Veranstalter sei, zumeist die Landvolkshochschule. Ihr neuer Direktor Michael Gennert wird den Vorschlag berücksichtigen. Im Gespräch mit der „Glocke“ wies Anita Stakenkötter darauf hin, dass das Problem nicht ganz neu, das Redaktionsteam von „Einblicke“ (Pfarrbrief) jedoch einen Beitrag zum Parken auf dem Stiftsmarkt nicht berücksichtigt habe. Anita Stakenkötter: „Ich habe schon des öfteren in der Kirche erlebt, dass für Gottesdienstbesucher der Krankenwagen angefordert werden musste. Die Politik muss sich mit einem neuen Standort Nord für die Feuerwehr beschäftigen, weil es auf Minuten und Sekunden ankommt. Aber in Freckenhorst auf dem Marktplatz werden alle Regeln ausgesetzt?“ Jeder könne in die Situation kommen, plötzlich auf einen Notarzt oder Krankenwagen angewiesen zu sein. „Immer häufiger ist zu beobachten, dass bei großen Hochzeiten, bei Beerdigungen oder an Feiertagen der Rettungsweg vom Marktplatz beziehungsweise Stiftsbleiche zur Kirche hin zugeparkt ist. Wenn der Rettungswagen drehen muss, zurück auf die Warendorfer Straße über die Ampelkreuzung, von der Westkirchener Straße über Stiftsbleiche zur Kirche, dann sind wichtige Minuten vergangen“, sagt Stakenkötter. Die Freckenhorsterin ist der Meinung, durch Knöllchen oder Umwandlung des Stiftsmarkts in eine Blaue Zone werde das Problem nicht gelöst. „Wir sollten an alle appellieren, immer den Rettungsweg frei zu halten.“

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