Pfadfinder-Stammesvater in Ruhestand
Bild: Andreas Poschmann
Stammesvater Dieter Nissen hat die Pfadfinderschaft in Warendorf seit drei Jahrzehnten geprägt.
Bild: Andreas Poschmann

 „Ich bin ja nicht ganz weg“, sagt Dieter Nissen. Jedoch sei es an der Zeit, die Verantwortung für den Stamm in jüngere Hände zu legen. Tobias Reth stellt sich für das Amt des Stammesvaters zur Verfügung, ihm zur Seite stehen möchte Johannes Höing. Beide stehen also am Sonntagnachmittag während der Stammesversammlung zur Wahl.

1979 Stamm gegründet

Angefangen hatte alles im Jahr 1978. Die Pfarrgemeinde St. Laurentius suchte damals Jugendgruppenleiter. Während der Guppenleiterschulung entstand die Idee, den Pfadfinderstamm St. Georg Warendorf zu gründen. Seit der Geburtsstunde, datiert auf 1979, sind Dieter Nissen und Frank Winkler, der ebenfalls am Sonntag (10 Uhr) verabschiedet wird, Synonyme für den Warendorfer Stamm, der heute knapp 40 Kinder und Jugendliche zählt.

Aus Kindern Persönlichkeit machen

Heute sieht Nissen die DPSG stabiler denn je. „Die Mitgliederzahlen steigen.“ Im Zeitalter, in dem soziale Kompetenzen wichtig sind, erfülle die Pfadfinderschaft eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe, sieht er einen Grund für dieses Interesse. Ein Ziel der Pfadfinderschaft sei es, „ohne Leistungsdruck aus Kindern und Jugendlichen Persönlichkeiten zu machen.“ Die DPSG sei dazu in vielen Themenfeldern sowohl in sozialen Bereichen als auch in Natur und Umwelt breit aufgestellt.

Bundesverdienstreuz in 2008

Mit hohem persönlichen und zeitlichen Engagement sorgt der Träger des Bundesverdienstkreuzes (2008) übrigens Jahr für Jahr für die Verteilung des Friedenslichts in Warendorf durch die Pfadfinder. Und das möchte Dieter Nissen auch weiterhin so handhaben. „Einmal Pfadfinder, immer Pfadfinder“, sagt der 49-Jährige schmunzelnd.

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