Plan bringt Ordnung in Gottesdienste
Bild: Rieder
Mehr als 100 Gemeindemitglieder waren der Einladung ins Pfarrheim gefolgt, um mehr über die neue Gottesdienstordnung zu erfahren.
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Diese war aus vielerlei Gründen notwendig geworden. Aus dem Dienst scheidende Geistliche, sinkende Teilnehmerzahlen bei den Messen sowie die nur zeitlich noch nicht feststehende Schließung von St. Marien machten eine Verringerung und angepasstere Koordinierung der Gottesdienste notwendig.

Jutta Blienert und Ariane Wessels vom Pfarreirat stellten die neue, über lange Zeit und unter vielen Diskussionen in drei Arbeitsgruppen geplante Gottesdienstordnung vor und präsentierten zunächst eine Aufstellung der Leitgedanken, denen der neue Zeitplan folgen soll. Sie betonten, dass die Zusammensetzung des Pfarreirats einen repräsentativen Querschnitt des Gemeindewillens abbilde. Nach Darstellung der alten Ordnung und den beobachteten Besucherzahlen präsentierten sie den neuen, mit Mehrheitsbeschluss gefassten Gottesdienstplan, der nur noch vier statt bisher sieben Gottesdienste am Wochenende vorsieht. Hierbei fallen zwei Messen in der Klosterkirche weg, was nicht eine Entscheidung gegen dieses Gotteshauses, sondern eine für die Pfarrkirche sei, so Jutta Blienert.

 Dass die zwei Gottesdienste im Marienheim, nunmehr als Wortgottesdienste gehalten werden, hebe die bisherige Schieflage zu den anderen Seniorenheimen auf, sagte Pfarrer Peter Lenfers. Er nannte die rückläufige Zahl der Gemeindemitglieder: Von rund 14 300 bei Zusammenlegung der Pfarreien auf jetzt circa 12 900. Jutta Blienert betonte, dass viele Umstände in die Planung eingeflossen seien, darunter auch die jeweilige Verfügbarkeit von Parkplätzen in der Altstadt. In der anschließenden Diskussion gab es nur wenige Einwände.

Besonders intensiv hatte sich Bernhard Ratermann damit befasst, der die Auswirkungen auf die Kirchenmusiker in seine umfangreichen Gedanken einfließen ließ.

Der vormalige Landrat Dr. Wolfgang Kirsch lobte die Mühen des Pfarreirats, alles unter einen Hut zu bringen: „Wenn man alles abwägt, ist dies ein Vorschlag, mit dem man lange leben kann“, fasste er zusammen. Jutta Blienert dankte den weit mehr als 100 Anwesenden im Namen des Pfarreirats mit den Worten: „Es freut uns, dass sie anerkennen, dass wir versucht haben, unser Bestes zu tun.“ Dies bestätigte der zustimmende Applaus.

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