Planer visualisieren B64n-Verlauf
Eine Visualisierung des Knotenpunkts der künftigen dreispurigen B64n-Umgehung (in der Bildmitte längs) mit der Landesstraße 547 ("Freckenhorster Straße", quer zum Bild) mit zwei Kreisverkehren hat jetzt "Straßen NRW" auf die Homepage (www.4zu1.nrw.de) gestellt. Zur Orientierung: rechts geht es nach Freckenhorst, links in die Innenstadt. oben links sind das Gelände der Kreisverwaltung und die vorhandenen Wohngebiete (Vogelviertel, Heuviertel) zu sehen.

Wegen der fortgeschrittenen Planung dürfte in Warendorf wohl auch das angekündigte „Dialogforum“, das vom Büro „Dialog Basis“ moderiert wird, vorrangig umgesetzt werden. Das ist beim Pressegespräch des Landesbetriebs „Straßen NRW“  deutlich geworden.

Entwurfsplanung praktisch fertig

Die Planungsprozesse der Linienfindung (Variantenuntersuchung, Ausarbeitung der unter Abwägung aller Belange günstigsten Lösung) sind abgeschlossen, die Entwurfsplanung (Festlegung der Lage und Höhe der Straße und Erstellung der Unterlagen zu Landschaft, Wasser und Lärm) steht kurz vor dem Abschluss.

Auf der Homepage (www.4zu1.nrw.de) finden sich sogar schon Visualisierungen der Trasse, darunter auch aus dem Bereich Neuwarendorf, wo die B64n von der Trasse der alten Bundesstra0ße ausschenkt (Bild).

Der nächste Schritt wäre die Planfeststellung, die die Planer für 2021 ankündigen. Das Zeitfenster bis dahin soll genutzt werden, um die im Rahmen des Bürgerdialogs gewonnenen Erkenntnisse einzubeziehen, ehe die Entwurfsplanung endgültig fertiggestellt wird.

Bei Planfeststellung wird es formal

Läuft erst das Planfeststellungsverfahren, geht es strikt nach gesetzlich vorgeschriebenem Muster. Wer es als Betroffener dann versäumt, fristgerecht Widerspruch zu erheben, hat anschließend keine Ansprüche mehr, stellte Dirk Griepenburg von „Straßen NRW“, klar. Im Rahmen dieser formellen Bürgerbeteiligung gebe es aber auch noch einen Erörterungstermin.

Mit dem Planfeststellungsbeschluss rechnet Planer Bernhard Epmann nicht vor 2023. Im Bundesverkehrswegeplan 2030, ist die Finanzierung des Bauprojekts vom Bundestag versprochen.

„Straßen NRW“ zum Hintergrund

Die Ortsumfahrung Warendorf sieht „Straßen NRW“ im Kontext ihrer „4 zu 1 – Ostmünsterland-Verbindung“. Dazu gehört der vierspurige Ausbau der B 51 zwischen der zurzeit im Ausbau befindlichen Umgehungsstraße Münster und dem westlichen Ortseingang Telgte.

Ab dort geht es bis auf Weiteres zweispurig weiter auf der Telgter Umgehung (B 51/64) bis Neuwarendorf, von wo aus eine dreispurige B 64n bis Vohren südlich um Warendorf herumgeführt wird. Verknüpfungspunkte dieser kreuzungsfreien Straße sollen nur mit der L 547 (Freckenhorster Straße) südlich des Kreishauses und der B 475 (Ostumgehung) mit Anbindung der Splieterstraße erfolgen.

Im Westen keine Anknüpfungen

Im Westen kann weder von der Kreisstraße 3 („Katzheide“) noch über die Waterstroate direkt auf die Umgehung aufgefahren werden. Östlich Warendorfs geht es auf der Alttrasse zweispurig weiter, ehe die 2+1-spurige Beelener Nordumgehung folgt.

Nach einem Plan für den dreispurigen Ausbau der Zwischenstücke befragt, wollten die Planer noch keinen Zeitplan nennen. Als erstes Teilstück werde wohl das kürzeste zwischen Beelen und Herzebrock-Clarholz verbreitert.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar in der Warendorfer Ausgabe der „Glocke“ vom 16. April.

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