Pötter „Das Glück ist kein Zufall“
Bild: Stock
In seinem Vortrag „Glück ist kein Zufall“ analysierte Otto Pötter den durchschnittlichen Alltag und zeigte Wege für ein Leben in Zufriedenheit mit sich und der Umgebung auf.
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 „Das lässt uns den Alltag trist und unerfüllt erscheinen und verhindert, dass wir uns konstruktiv mit den Gegebenheiten des Alltags auseinandersetzen“, sagte Pötter. Sachlich, teilweise auch humorvoll, analysierte er die immer gleichen Tagesabläufe mit der ständigen Suche nach dem Glück: „Im Trubel des Alltags können wir das Heute gar nicht mehr fangen. Es entgleitet uns in wichtigen Telefonaten und Terminen, unaufschiebbaren Verpflichtungen und belastenden Sachzwängen. Und am Abend ist das Heute verloren – unwiederbringlich. Dann trösten wir uns mit dem Morgen – und das jeden Tag“. Was ist eigentlich Glück? Diese zentrale Frage beantwortete Pötter mit den drei Säulen der antiken Glückslehre: „Glück ist Fortuna: Glück gehabt, im Lotto gewonnen. Glück ist aber auch Felicitas: Das Empfinden einer tiefen Zufriedenheit mit sich und seiner Umgebung. Glück ist schließlich auch Beatitudo, die Glückseligkeit als Ziel aller Menschen, die wir in einem erfüllten Leben empfinden“. Dabei baute Pötter eine Brücke zu Gotteserfahrungen, die jederzeit möglich seien: „Die Stille in der Einsamkeit des Waldes, am Ufer eines Sees oder in einer Kirche – aufschlussreich ist nicht was ich tue, sondern wie ich es tue und was ich bewusst dabei empfinde. Wenn ich mich dann frage woher ich komme und wohin ich gehe oder wenn ich die Wunder der Schöpfung bestaune – ist das nicht Glück?“ Gleichwohl ließ Pötter seine Zuhörer im voll besetzten Vortragssaal im Haus der Familie nicht allein mit seinen Analysen und Erkenntnissen. Er gab ihnen unter dem Motto „Glücklich zu sein ist eine Wahl – und kein Schicksal“ Handlungsvorschläge und Anregungen mit auf den Nachhause-Weg.

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