Premiere für zwei Feuerwehrfrauen
Bild: Baumjohann
Neu im Löschzug Hoetmar begrüßt wurden (v. l.) Sandra Lissewski, Andrea Ohlmeier und Florian Eggelnpöhler, die den 140-stündigen Grundlehrgang erfolgreich absolviert haben.
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Kottenstedde freute sich, dass nun auch Frauen den ehrenamtlichen Dienst im Löschzug Hoetmar leisten. „Wir zählen jetzt 37 aktive Kameraden“, sagte er. Um Löschzug und Wehr zukünftig schlagkräftig zu halten, seien auch Frauen dringend nötig: „Die beiden können da gern als Vorbild dienen.“

Zur Feuerwehr gekommen ist Andrea Ohlmeier  durch ihren Vater Heinrich: „Er war der erste, der im Löschzug Hoetmar seine Dienstzeit bis 63 verlängert hat“, sagt sie. „Am 21. März ist er aus dem Feuerwehrdienst ausgeschieden, einen Tag später habe ich mit der Grundausbildung begonnen.“ Irgendwie sei es immer klar gewesen, dass sie mal zur Feuerwehr gehen werde, blickt sie zurück: „Ich war von klein auf dabei.“

Bei Sandra Lissewski hat die Liebe den Weg zur Feuerwehr gewiesen: „Mein Freund Stefan ist auch im Löschzug aktiv.“ Seine Berichte vom Feuerwehrdienst hätten sie letztlich überzeugt: „Es war zu 100 Prozent die richtige Entscheidung“, sagt die 21-jährige Tischlergesellin nach der Grundausbildung. Den Umgang mit Technik und Maschinen ist sie aus dem Beruf ohnehin gewohnt – und auch am Steuer der Feuerwehrfahrzeuge wird Sandra Lissewski demnächst öfter Platz nehmen: „Sie bringt den Lkw-Führerschein mit und darf so auch die schweren Fahrzeuge steuern“, freut sich Löschzugführer Willi Kottenstedde.

Neu im Löschzug Hoetmar ist auch Florian Eggelnpöhler. Der 17-jährige Auszubildende folgt dem Vorbild von Vater Klaus und Bruder Michael. Auf seinen ersten Einsatz muss er allerdings noch warten: Auch wenn er die Grundausbildung abgeschlossen hat, kann er erst ab 18 richtig mitmachen. Bis dahin stehen genau wie für die anderen Kameraden des Löschzuges regelmäßige Übungsabende auf dem Programm.

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