Preußen-„Fans“ pflastern Warendorf zu
Verkehrsleitschilder mit Aufklebern zu versehen, ist juristisch Sachbeschädigung. Im Stadtgebiet von Warendorf haben vermeintliche „Fans“ des SC Preußen Münster Verkehrsschilder und Laternenpfähle mit Aufklebern förmlich „zugepflastert“ und Graffiti gesprüht.

In den vergangenen Wochen ist sowohl dem Ordnungsamt der Stadtverwaltung als auch den Bürgern eine extreme Zunahme dieser Sachbeschädigungen aufgefallen. Häufig sind diese Sticker und Graffiti an Laternen, Ampelanlagen und Verkehrsschildern zu finden. Dadurch sind mehrere Geschädigte gleichzeitig betroffen, so neben der Stadt Warendorf und den Stadtwerken die Deutsche Bahn und das Land NRW.

Keine Anzeige, aber Kontakt zu SCP gesucht

Am Osttor wurde ein Andreaskreuz mit den Farben und dem Logo des Vereins, dem Preußen-Adler, beschmiert. Diverse Sticker und Parolen finden sich auch an Hinweistafeln – den gelben, die Verkehrsteilnehmern den überörtlichen Weg weisen, und den weißen, die auf Ziele innerorts hinweisen sollen.

Laut Lena Laukötter, Pressesprecherin des Bürgermeisters, sind Mitarbeiter des Städtischen Baubetriebshofs laufend damit befasst, bei ihren Touren durch die Stadt möglichst viele Schäden zu beseitigen. Über die Kosten für diesen Aufwand konnte Laukötter keine Angaben machen. Auch habe die Stadt bislang keine Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet. Und auch andere Geschädigte hätten sich bis dato nicht gemeldet, sagte Peter Spahn von der Pressestelle der Polizei.

Auch wenn der Verein selbst nicht in Haftung genommen werden könnte, hat Holger Niemeyer vom Ordnungsamt sich bereits an den Fanbeauftragten des SC Preußen gewandt. Eine Antwort habe er noch nicht bekommen, sagte Lena Laukötter gestern auf „Glocke“-Nachfrage.

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