Prinz Gerd I.  erstürmt das Rathaus
Bild: Studio Kaup
Prinz Gerd I. (Leve), "das Weingenie aus der himmlischen Hotellerie", hat am Sonntag erfolgreich das Rathaus erstürmt.
Bild: Studio Kaup

Dabei hatten sich die Verteidiger des Rathauses eine vielversprechende Verteidigungsstrategie ausgedacht: Bei einladend offener Rathaustür  hatten sie eine Barrikade aus gestapelten, halb gefüllten Rotweingläsern aufgebaut. Womit Walters Truppen wohl nicht gerettet hatten: Gerhard Leve hat den Karnevalisten offenbar das Weintrinken näher gebracht, denn die Mauer war schneller verkonsumiert als gedacht und damit der Weg frei ins Rathaus.

Beflügelt zum Markt

Beflügelt war der Prinz bereits auf den Marktplatz gekommen – in einer himmlischen Kutsche, gezogen von einem historischen Hanomag-Schlepper, am Steuer Wenzel Heitmann. Vornweg das Gebrasa-Blasorchester und die Formationen der WaKaGe, waren die jecken Kohorten gen Rathaus gezogen und hielten den Rathausschlüssel in Rekordzeit selbst in den Händen. Prinz Gerd I. zeigte sich am Rathausfenster, rollte die Prinzenfahne aus und ließ Bettfedern auf das närrische Volk rieseln.

Frau Holle provoziert

Leider fühlte sich offenbar Frau Holle dadurch herausgefordert und schickte wenige Sekunden später echte Flocken vom Himmel, was das anschließende Bühnenprogramm beinahe verhagelte. Jedenfalls verflüchtigten sich die bei vorher blauem Himmel weitgehend unbeschirmt erschienen Jecken zusehends, und so entschied Moderator Frank Korte vom Bürgerausschuss kurzerhand, das Programm zu verkürzen und das weitere Prozedere ins Kolpinghaus zu verlegen.

Kostümierung prämiert

Tapfer hielten allerdings die Gewinner des Bürgerausschuss-Kostümwettbewerbs vom Weiberfastnachtsabend aus. Die drei am fantasievollsten verkleideten Gruppen holten sich die Schecks über 100, 75 und 50 Euro ab.

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