Prinz Hermann-Josef I. nimmt Rathaus ein
Bild: Studio Kaup
Auf die „kuhle“ Art hat Prinz Hermann-Josef I., „der Neuwarendorfer vom Grünen Zentrum“, am Sonntag Markt und Rathaus erobert.
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Nicht nur alle Formationen der WaKaGe, nicht nur die Möhnen und der HaBaKa, sondern auch eine starke Truppe von Nachbarn und Freunden und sogar die Schützengarde Neuwarendorf haben den „Neuwarendorfer vopm Grünen Zentrum“  bei seinem Sturm auf das Rathaus unterstützt.

Verteidiger chancenlos

Angeführt von der Sassenberger Gebrasa-Kapelle, marschierten die jecken Kohorten gen Rathaustreppe, auf der ein Schutzwall aus Strohballen die Verteidiger des Allerheiligsten von Bürgermeister Jochen Walter schützen sollte. Neben Rats- und Verwaltungsmitgliedern sowie der Truppe von Warendorf Marketing gehörten auch die Bürgermeister der französischen Partnerstädte Barentin und Pavilly nebst ihren Frauen, Michel und Sylvie Bentot sowie Claude und Colette Lemesle, zu der tapferen, aber chancenlosen Hütern des kommunalpolitischen Grals. Auch der Trick des Bürgermeisters, den Prinzen und Milchbauern beim Melktest unerwartet mit einer rot-bunten Kuh-Attrappe in Verlegenheit zu bringen, scheiterte grandios. Milch floss in Strömen in den Messeimer.

Auf Augenhöhe feiern

Stadt-Polizist Dieter Wohlgemuth verzichtete großzügig auf die Kontrolle etwaiger Waffenbesitzkarten der Verteidigungstruppen, weil WaKaGe-Vizepräsident Frank Haberstroh eine gewaltfreie Übernahme der Regierungsgeschäfte („Keine Sorge, hier fließt kein Blut, höchstens roter Schnaps“) in Aussicht stellte. Nachdem die Prinzengarde dem Jeckenfürsten den Weg ins Rathaus geebnet hatte, zeigte sich Seine Tollität oben am Balkon und rollte seine Prinzenfahne aus. Doch Hermann-Josef blieb nicht lange im historischen Bürgermeisterzimmer, sondern begab sich zum Bad in der Menge auf den Marktplatz: „Es ist schön hier oben, aber ich komme hinunter, um mit Euch auf Augenhöhe zu feiern.“

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