Prinzessinnenwetter beim Karnevalszug
Bild: Kleigrewe
Bunt kostümiert zogen die Jecken am Montagmorgen durch den Milter Dorfkern.
Bild: Kleigrewe

Pünktlich um 10.11 Uhr setzte sich der närrische Lindwurm am Wulfsknapp in Bewegung. Insgesamt 19 Wagen, Fußgruppen und Musikkapellen zogen in Richtung Dorfkern, wo sie schon von zahlreichen großen und kleinen bunt kostümierten Jecken erwartet wurden.

Ob Moderator Volker Wiemann schon ein wenig „vorgeglüht“ hatte? „Wir haben hier gefühlte 25 Grad plus“, schwärmte er. Doch das mochten ihm die Zuschauer bei aller Begeisterung dann doch nicht glauben. Sie hatten sich mit dicker Kleidung gegen die schneidende Kälte geschützt. Bären- und Löwenfelle standen in diesem Jahr ganz hoch in der Gunst der Narren. Und wem damit nicht warm genug war, der konnte mit Glühwein noch etwas von innen nachheizen.

Dick eingemummelt hatten sich auch die Aktiven, wie zum Beispiel die fleißigen Bienen der BHD-Sozialstation Milte, die ganz in gelb-schwarz durch die Straßen zogen. Sie hatten ebenso ihren Spaß wie Schukis flotte, feurige Hexen, die freigiebig Kamelle und andere Süßigkeiten in die Menge warfen. Großzügig zeigten sich auch die Besatzungen der Festwagen. Ob Freckenhorster Königskegler, Schützenverein Vohren, die Gruppe Hagemeyer oder die Landjugenden aus Velsen-Gröblingen, Westbevern, Ostbevern, Neuwarendorf und Milte – alle sorgten dafür, dass die kleinen Besucher des Umzugs auf ihre Kosten kamen und mit prall gefüllten Tüten voller Süßigkeiten wieder nach Hause fahren konnten.

Wie immer kam auch das Lokalkolorit nicht zu kurz. So hatten sowohl die „Kugelhexen“ als auch die Milter Mäuschen das Familiendorf als Thema gewählt und freuten sich schon auf die Rückkehr der Zwergengruppe. Den Hortensienklau im vergangenen Jahr hatten „Die Acht, die alles klären“ aufs Korn genommen und fuhren mit ihren Kettcars als „Soko Milte“ durch die Straßen. Für die gute Idee und ihre pfiffige Umsetzung gab’s für sie zu Recht den Preis für die originellste Zugnummer, der wie immer von einer Jury aus dem Publikum vergeben wurde.

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