Projekt: Kinder früh ans Wasser gewöhnen
Bild: Kleigrewe
Über die finanzielle Unterstützung der Wassergewöhnung durch die Nikolausstiftung, hier vertreten durch (v. l.) August Weiser und Peter Marberg, freuen sich die Kinder und ihre Erzieherinnen.
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Und das ist ganz wichtig. „Es gibt heute viele Mädchen und Jungen, die nicht mehr gezielt schwimmen lernen“, weiß Renate Brune, die Leiterin des Kindergartens St. Josef. „Durch die frühzeitige Wassergewöhnung möchten wir ihnen den Weg zu einem Schwimmkursus erleichtern.“

Dafür ist das Lehrschwimmbecken ideal. Nicht nur, dass das Wasser auf 27 Grad aufgeheizt wird. Der verstellbare Boden macht es möglich, dass alle mit den Füßen den Boden erreichen, und Wasserspielzeug gibt es auch genug. „Viele Kinder haben Angst, die müssen ganz langsam und spielerisch ans Wasser gewöhnt werden“, erklärt Brune. Jeden Montag von 8 bis 10 Uhr findet das Angebot des Familienzentrums, das von Pro Bad, der Wasserwacht und den Stadtwerken unterstützt wird, statt. Jeweils sechs Kinder im Alter von vier bis fünf Jahren aus den drei Kindergärten machen sich auf den Weg ins Lehrschwimmbecken. Mit dabei: drei Erzieherinnen, die eigens mit Unterstützung der Wasserwacht den Rettungsschwimmschein erworben haben. Gemeinsam wird geplanscht, gespielt und gelacht, bis auch das letzte Kind ganz vorsichtig ins Wasser kommt. „Man muss den Kleinen Zeit lassen, irgendwann verlieren sie ihre Angst“, sagt Renate Brune.

Dass die Wassergewöhnung eine wichtige Sache ist, davon sind auch die Verantwortlichen der Nikolausstiftung überzeugt. Und deshalb freuen sie sich, dass die 500 Euro, die sie jährlich für die Freckenhorster Kitas zur Verfügung stellen, in dieses Angebot fließen. „Wir wollen das Stiftungsgeld in nachhaltige Projekte investieren“, erklärt Peter Marberg. 5000 Euro gehen in jedem Jahr unter anderem an die Nachbargemeinschaften sowie an die Pfarrgemeinde und Freckenhorster Vereine, um deren Jugendarbeit zu unterstützen. Das Geld für die Wassergewöhnung ist auf jeden Fall gut angelegt, davon überzeugten sich Peter Marberg und August Weiser kürzlich vor Ort. „Viele der Kinder werden wir bestimmt in den Schwimmkursen wiedersehen“, ist August Weiser überzeugt.

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