Räumliche Enge nimmt drastisch zu

Es wird enger und enger an der Gesamtschule. Die hohe Akzeptanz der jungen Einrichtung stellt die Verantwortlichen vor weitere Herausforderungen.

Kinder und Lehrer werden zusammenrücken müssen. Die Gesamtschule wird im Zuge der Inklusion zum Sommer 15 Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf aufnehmen, die auf Eingangsklassen verteilt werden, die aus nicht mehr als 27 Mädchen und Jungen bestehen sollen – spätere Zugänge bereits einkalkuliert. Alles andere, sprich die Beschränkung auf sechs Klassen mit mehr Schülern darin, wäre „zumutbar aber sehr unerfreulich“, sagt der Erste Beigeordnete Dr. Martin Thormann. Bei Gesprächen mit den Verantwortlichen in den Nachbarkommunen haben diese ihre Zustimmung signalisiert – ganz im Sinne des Schulfriedens. Und auch die Bezirksregierung kann Thormann zufolge die Argumentation der Warendorfer nachvollziehen.

Damit aber noch nicht genug. Auch für die Jahrgangsstufe sieben soll eine siebte Klasse eingerichtet werden, da Stadt und Schulleitung davon ausgehen, dass zahlreiche Kinder zum Sommer hin von anderen weiterführenden Schulen zur Gesamtschule wechseln werden. In der aktuellen Stufe sechs werden 172 Kinder unterrichtet. Unter Berücksichtigung der integrativen Lerngruppe mit 25 Schülern stünden maximal drei weitere Plätze zur Verfügung, würde die Jahrgangsstufe nicht um eine Klasse erweitert. Die räumliche Enge nähme damit allerdings deutlich zu.

Derzeit werde mit Hochdruck daran gearbeitet, das Raumprogramm für die sechszügige Schule bis Ende 2014 fertigzustellen, sagt Thormann. Um das „pädagogische Gesamtkonzept improvisiert leben zu können“ kommen Pavillons zum Einsatz, die die besten Zeiten hinter sich haben. „Uns ist bewusst, dass die Situation schwierig ist, letztlich zur Vermeidung von Ablehnungen dieser Weg jedoch so gegangen werden sollte“, sieht Thormann keine Alternative. Eine Erweiterung der geplanten Erweiterung scheint unausweichlich.

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