Rathaus-Echo: CDU-Fraktion
 Im Warendorfer Rathaus-Echo äußern sich die fünf Ratsfraktionen wöchentlich zu aktuellen Themen. „Glocke“-Leser können die Beiträge online diskutieren und sich so mit den Politikern austauschen.

Am 13. September durften zahlreiche Jugendliche zum ersten Mal wählen. Viele von ihnen haben mit ihrer Stimmabgabe gezeigt, dass ihnen Kommunalpolitik nicht egal und ihnen wichtig ist, dass Warendorf eine gute Zukunft hat. Doch abseits von Wahlen entschließen sich landauf, landab immer weniger junge Menschen dazu, sich parteipolitisch zu engagieren. Dabei werden bei uns in Warendorf aktuell vor allem Themen diskutiert, die insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene betreffen. Zum Beispiel: Die Rettung des Augustin-Wibbelt-Gymnasiums (AWG), die Schaffung von Wohnbaugebieten für junge Familien, der Breitbandausbau oder die Entwicklung von Freizeit- und Sportangeboten in allen Ortsteilen. In diesem Zusammenhang sind heute Entscheidungen vom Rat zu treffen, die darüber entscheiden, wie unsere Stadt 2030 aussehen wird und ob wir hier weiterhin gemeinsam vernünftig leben können.

Als die drei jüngsten Mitglieder der CDU-Ratsfraktion sind wir davon überzeugt, dass alle Parteien sich darüber freuen würden, im Dialog die Wünsche der jungen Generation zu erfahren. Wir haben uns in unserer Fraktion jedenfalls von Anfang an willkommen gefühlt und gemerkt, dass unsere Meinungen ernst genommen und nicht belächelt werden. Vor allem haben wir aber gelernt, wie viel Spaß Kommunalpolitik machen kann. Interessante Menschen kennenlernen, zu lernen, sich mit anderen Meinungen auseinanderzusetzen oder hautnah mitzuerleben, wie sich getroffene Entscheidungen vor Ort auswirken. Das alles und noch viel mehr ist Kommunalpolitik. Mehr als je zuvor halten wir es aber für elementar wichtig, dass Parteien – gleich welcher Couleur – Jugendliche für (Kommunal-)Politik begeistern. Das Anfang September vom Stadtrat beschlossene Projekt „Kids“ (Kommunalpolitik in der Schule), mit dem Schülern ein erster Einblick in die Kommunalpolitik gewährt werden soll, ist sicherlich ein Anfang.

Genauso wichtig ist es aber, politisch Engagierten mit Respekt zu begegnen und sie nicht persönlich anzugreifen oder zu beleidigen. Diesen Respekt haben wir in den letzten Wochen oft vermisst. Man sollte sich die Frage stelle, ob (teilweise anonyme) Beleidigungen Ehrenamtlicher für junge Menschen nicht vielmehr Abschreckung als Motivation sind, sich politisch zu engagieren. Diejenigen, die erst einmal langsam die Politik vor Ort kennenlernen möchten, laden wir in die Junge Union - die Jugendorganisation der CDU - ein. Ihr werdet merken, dass Politik nicht verstaubt ist, sondern viel Spaß macht. Ohne Jugend ist kein Staat zu machen und hat eine Stadt wie Warendorf keine Zukunft.

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