Reichenbacher treffen sich in Warendorf
Bild: Baumjohann
An der Feier am Gedenkstein nahmen (v. l). Professor Dr. Paul Leidinger, Stellvertretender Landrat Franz-Josef Buschkamp, die Stellvertretende Bürgermeisterin Doris Kaiser und der Vorsitzende des Heimatbunds, Heinz Pieper, teil.
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Zum 31. Mal waren Vertriebene aus dem schlesischen Kreis Reichenbach (Eulengebirge) und ihre Nachkommen am Wochenende zum Bundestreffen der Kreis Reichenbacher in die Emsstadt gekommen. Auf dem Programm des Treffens standen neben der Gedenkfeier und einem Gottesdienst in der Christuskirche auch das gemütliche Beisammensein mit Gesprächen und Erinnerungen an die alte Heimat. Die schlesische Mundart ließen Karl Heim (Münster) und Ruth Nickles (Herne) in einer Mundartstunde wieder lebendig werden.

„Das Heute ist ohne das Gestern nicht zu verstehen“, dankte der Stellvertretende Landrat Franz-Josef Buschkamp den Mitgliedern des Heimatbundes Kreis Reichenbach für ihr Engagement. Dank, dem sich auch Warendorfs Stellvertretende Bürgermeisterin Doris Kaiser anschloss: „Die Stadt Warendorf stand und steht an ihrer Seite.“ Professor Dr. Paul Leidinger, Ehrenvorsitzender des Kreis-Heimatvereins, erinnerte an die vielfältigen Kontakte, die der Heimatbund Kreis Reichenbach ins heutige Polen pflege: „Es ist schön, dass diese Kontakte heute so möglich sind.“

Auf diese Kontakte hatte der Heimatbund-Vorsitzende Heinz Pieper auch auf der Mitgliederversammlung des Heimatbundes am Samstag im Hotel Emshof hingewiesen. Im vergangenen Jahr sei der Vorstand nach Reichenbach (heute Dzierzoniow) gefahren. Gespräche mit mehreren polnischen Bürgermeistern, die Teilnahme an einer Deutschstunde im Lyzeum, der Besuch des Heimatmuseums mit der Übergabe historischer Exponate aus Reichenbach und viele Begegnungen mehr hätten die Reise geprägt, machte Pieper deutlich: „Es gibt auch auf polnischer Seite Interesse an der deutschen Geschichte Schlesiens.“

Bei den Wahlen wurde mit Ingrid Aebert eine neue stellvertretende Schriftführerin gefunden. Das Amt war vorher unbesetzt geblieben. Die Kasse sollen Günther Überschär und Uwe Pieper prüfen.

Über 90 Kreis Reichenbacher waren zum 31. Bundestreffen nach Warendorf gekommen.

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