Reisner Ehrenmitglied im Heimatverein
Nach der Wahl von Wolfgang Reisner zum Ehrenmitglied applaudierten die Mitglieder des Heimatvereins langanhaltend im Stehen. Die Vereinsvorsitzende Mechtild Wolff dankte ihm stellvertretend für seinen jahrzehntelangen Einsatz.

Die Laudatio hielt der Ehrenvorsitzende Norbert Funken, der den Geehrten als „allwissenden Helfer“ und „Chronisten des Heimatvereins über ein Vierteljahrhundert“ bezeichnete.

Zu Beginn der Versammlung überbrachte die stellvertretende Bürgermeisterin Doris Kaiser die Grüße von Rat und Verwaltung. Sie beschwor die Anwesenden „aus ganzem Herzen“, bei unterschiedlichen Ansinnen nicht den Respekt voreinander zu verlieren. „Wer den Respekt verliert, verliert die Achtung, wer die Achtung verliert, verliert das Ziel aus den Augen“, mahnte sie eine faire Auseinandersetzung bei bevorstehenden Entscheidungen in der Stadtentwicklung an.

Wie gewohnt blickte danach die Erste Vorsitzende Mechtild Wolff auf ein „außergewöhnlich aktives Vereinsjahr“ zurück. Ob Ausstellungen, Tages- oder Studienfahrten, Führungen, Vorträge, Konzerte oder Beteiligung an den neu initiierten „Warendorfer Weihnachts-Plätzchen“: „Unser Vereinsjahr war prall gefüllt mit Aktionen zum Wohle von Bürgern und Stadt.“ Dabei vergaß sie nicht, auf Fehler bei der Stadtplanung in der Vergangenheit hinzuweisen, „die sich jetzt in anderer Form nicht wiederholen dürfen“.

Ein weiteres Dankeschön galt danach Franz Schulze Nahrup, der als Baas des „Plattdütsken Krink“ seit 35 Jahren zum Wohle dieser Abteilung des Heimatvereins wirkt.

Einer typisch deutschen Posse glich danach die Frage nach der Verwendung des vom Verein für die Verwendung von Natursteinen auf dem Marktplatz gesammelten Betrags von 1888,77 Euro. „Da die Kosten für die Natursteine nur zu 40 Prozent von der Stadt getragen werden, dürfen wir der Stadt auch nur 40 Prozent, also nur 755,52 Euro zukommen lassen“, schüttelte Mechtild Wolff den Kopf über so viel Bürokratie. Doch die Versammlung wusste Rat: Die Summe soll für praktische Verschönerungsmaßnahmen des Marktplatzes verwendet werden, der Vorstand bat um Ideen. Neben Spielgeräten für Kinder, historischen Straßenschildern oder weiteren Fahrradständern gab es von Franz-Josef Hagemeyer spaßeshalber den Vorschlag, das Geld „endlich für die Neugestaltung der Emsstraße“ zu verwenden.

Die Kassenberichte von Dietmar Rattensperger und Wolfgang Reisner über die finanzielle Lage auf den verschiedenen Konten des Vereins wiesen allesamt solide und positive Salden auf. Klaus Oortmann bestätigte als Kassenprüfer beiden eine vorbildliche Führung der Vereinsfinanzen und beantragte die Entlastung des Vorstands, die einstimmig erteilt wurde.

Stühlerücken gab es im Beirat des Heimatvereins: Wolfgang Jäger, Hermann Merkentrup und Clemens Wallmeier kandidierten nicht mehr. Norbert Funken gehört dem Vorstand als Ehrenvorsitzender zukünftig kraft Amtes an. Für sie wurden Anna Lipka und Dr. Bernd Lüking, den Mechtild Wolff als „den Horst Breuer von Münster“ bezeichnete, in den Vorstand gewählt.

Einer guten Tradition folgend wurde die Versammlung mit der „Guten-Heimweg-Geschichte“, diesmal über das bürgerschaftliche Engagement bei der Bewerbung um die Landesgartenschau am 4. Mai 2011, beschlossen.

SOCIAL BOOKMARKS