Reiterpräsident: Konsequenzen aus Unfall
Bild: Studio Kaup
In einer bewegenden Trauerfeier nahmen am 1. Juli in Warendorf 800 Menschen in der Reithalle des DOKR Abschied von den tödlich verunglückten Vielseitigkeitsreiter Benjamin Winter.
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In der stimmungsvoll gestalteten Reithalle des Deutsche Olympiade-Komitees für Reiterei, in der die Urne des Verstorbenen aufgebahrt war, war die Fassungslosigkeit auch zwei Wochen nach dem tragischen Unfall des talentierten 25-jährigen Vielseitigkeitsreiters zu spüren; in allen Reden spiegelte sich der Schmerz über den Verlust deutlich wider.

Besonders ergreifend: Breido Graf zu Rantzau, Präsident der FN, stockte immer wieder die Stimme, als er von dem Sportler Winter sprach, der „der Traum eines jeden Trainers“ gewesen sei. Umso mehr stelle der Unfall in Luhmühlen alle vor ein Rätsel. Der Unfall habe die Diskussion um die Sicherheit im Vielseitigkeitssport neu entfacht. „Wir nehmen das sehr ernst und werden jeden Mosaikstein umdrehen, um diesen Unfall zu analysieren und um ein neues Sicherheitskonzept auszuarbeiten“, versprach Breido Graf zu Rantzau. Und weiter: „Wenn nötig, setzen wir so ein Konzept auch nur national um. Das sind wir Benjamin schuldig.“

Dirk Schrade, Mannschafts-Olympiasieger, würdigte das außergewöhnliche Talent seines verstorbenen Teamkollegen, seine Balance im Sattel und den liebevollen Umgang mit den Pferden. Die Mannschaft habe nicht nur einen wichtigen Reiter, sondern auch einen wertvollen Menschen verloren.

Bundestrainer Chris Bartle hob in seiner Ansprache ebenfalls die besondere Beziehung Winters zu seinen Pferden heraus. „Ben liebte die Pferde wie sein Leben“, betonte er. Seit November 2012 war Benjamin Winter Sportsoldat in der Sportschule der Bundeswehr. Kommandeur Oberst Bernd Grygiel: „Er war ein Botschafter für Fairness und gelebte Gemeinschaft. Er lässt viel von sich für uns zurück.“

Die Trauerfeier hatten Bundeswehr und Deutsches Olympiade-Komitee für Reiterei organisiert.

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