Rendezvous mit alten Schätzchen
Bild: Johannes Kleigrewe
Dass man mit den historischen  Motoren auch heute noch praktisch arbeiten kann, bewies beim Tag der offenen Tür am 1. Mai auf dem Hof Heitmann in Warendorf-Vohren Dieter Roelfes, der einen Holzfisch mit einer Säge herstellte, die durch einen historischen  Motor angetrieben wurde.
Bild: Johannes Kleigrewe

Dort präsentierten er und gut ein Dutzend anderer Aussteller Standmotoren und Fahrzeuge aus längst vergangenen Zeiten. „Am liebsten sind mir Motoren aus der Zeit bis 1955“, erklärte Heitmann mit einem Lächeln. Die eingeladenen Gäste erfüllten diese Vorgabe gerne und so erlebten die Besucher des Hofs eine kleine Zeitreise in eine Welt, in der Motoren nicht viel mit den heutigen Modellen zu tun hatten. Denn wo heute in nahezu allen Motoren mehrere Computerchips stecken, die sämtliche Daten sammeln und auswerten, standen auf dem Hof Heitmann Motoren, bei denen es noch gänzlich auf Handarbeit ankam.

Neben den angereisten Ausstellern hatte auch der Hausherr selbst einiges an alten Motoren auf seinem Hof, die er den Besuchern zeigte. So etwa einen Feuerwehrwagen von Citroen aus dem Jahr 1930, den Wenzel Heitmann eigenhändig restauriert hatte. Stolz präsentierte der Inhaber der „1. Westfälischen Deutzer Motorensammlung“ auch zwei Neuzugänge: Zwei noch nicht restaurierte Deutz-Traktoren des früheren Lohndreschunternehmens Schlautmann aus Müssingen. Die Erbin der „alten Schätzchen“, Eva-Maria Stafflage aus Müssingen, hat Heitmann die Trecker anvertraut, damit er sie fachgerecht aufbereitet. Es handelt sich um Leihgaben, die dann in Vohren auch einem interessierten Publikum gezeigt werden können.

Dass das Hobby von Wenzel Heitmann von vielen Menschen geteilt wird, zeigte sich an dem gut besuchten Hof. So waren nicht nur Kollegen gekommen, die selbst Motoren restaurieren und reparieren, sondern auch viele Familien. Während sich die Erwachsenen genau erklären ließen, wie die historischen Maschinen funktionieren, wofür sie eingesetzt wurden und wieviel Arbeit die Aussteller in ihr Hobby stecken, besichtigten die Kinder die jahrzehntealten Autos mit großem Interesse. Zum Abschluss des Besuchs bot sich schließlich noch die Fahrt durch die Bauerschaft an – in einem Planwagen, der selbstredend von einem alten Trecker gezogen wurde.

Ausführlicher Bericht in der Warendorfer Ausgabe der „Glocke“ vom 3. Mai.

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