Renovierung ohne Hochdruck und Chemie
Bild: Edelkötter
Mit einem Spezialschwamm reinigt Paul Ogiolda die Wände in der Josefkirche.
Bild: Edelkötter

Das Verfahren, das bei der umfassenden Renovierung des Gotteshauses im Warendorfer Norden Anwendung findet, gilt als besonders schonend. „Es wird trocken gereinigt, sodass keine Feuchtigkeit in das Mauerwerk eindringen kann“, erläutert Baustellenleiter Franz-Josef Horn die Vorgehensweise. Die Wände und Gewölbe an der Nordseite des Kirchenschiffs sind bereits von Ruß und Staub befreit.

Gestern nun wurde der Chorraum eingerüstet, um hier mit den Arbeiten fortzufahren. „Anfang September“, so Franz-Josef Horn, „soll alles fertig sein.“ Bis dahin bleibt für die Experten des münsterschen Unternehmens für Malerarbeiten, Restaurierungen und Gerüstbau noch eine Menge zu tun. Nach der Grundreinigung erhalten die Wände in der Josefkirche einen neuen Anstrich. Die Besucher der Gottesdienste müssen sich allerdings nicht auf revolutionäre Veränderungen einstellen. Die Farbgebungen und Gestaltungen bleiben unverändert erhalten.

Für Renovierungsarbeiten in dem Ausmaß, wie sie jetzt in der Josefkirche vorgenommen werden, ist es nicht unüblich, die Sakralbauten zunächst komplett leer zu räumen. In der Kirche der St.-Laurentius-Gemeinde ist darauf verzichtet worden. Die Gebetsbänke wurde beiseite gerückt und mit Plastikfolien abgedeckt. Beim Blick ins Innere des Gotteshauses an der Dreibrückenstraße fühlt sich der Betrachter daher an Werke des Verpackungskünstlers Christo erinnert.

Die Renovierungsarbeiten in der Josefkirche beschränken sich nicht allein auf Wand- und Malerarbeiten. Auch die Orgel wird einer Generalüberholung unterzogen. Die Pfeifen sind von einer Fachfirma für Orgelbau demontiert worden und sollen vor dem Wiedereinbau gründlich gereinigt werden.

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