Romantik pur vor laufenden Fernsehkameras
Bild: Wild
Konfetti, Seifenblasen und Blütenblätter: Einen märchenhaften Empfang haben die Angehörigen dem Brautpaar Picchierri nach deren Trauung im Historischen Rathaus bereitet. Unter den Gästen befand sich zudem ein Fernsehteam eines großen deutschen Privatsenders.
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Ein Fernsehteam ist im Auftrag eines großen deutschen Privatsenders mit drei Buchstaben in die Emsstadt gereist, um den schönsten Tag im Leben von Romina und Mimmo zu filmen. „Wir möchten verschiedene Paare aus unterschiedlichen Kulturen während ihrer Hochzeit zeigen“, erklärt eine Mitarbeiterin der Produktionsfirma Granada, die für den Dreh verantwortlich ist. In einer Sendung sollen dann drei Paare gezeigt werden, die den Schritt vor den Traualtar wagen. Wann das Format zu sehen sein wird, kann die Mitarbeiterin nicht sagen. Serena Grieco, die Schwester der Braut, meint mehr gehört zu haben: „Im Herbst wird die Folge ausgestrahlt.“

Weil alles für die Hochzeit der Schwester aus Italien kommen musste, wurde ein Musiker aus Turin engagiert, das Brautkleid und die Anzüge ebenfalls im Heimatland gekauft. Auch der Fotograf sollte ein Landsmann sein. Gefunden haben die Brautleute den passenden in Köln. Der wiederum stand mit der Produktionsfirma Granada in Kontakt und schlug das Warendorfer Paar als Protagonisten für die Sendung vor. „So ist der Kontakt entstanden“, erinnert sich Serena Grieco.

Den ganzen Tag über wurde die Familie begleitet, vom Einkleiden der Braut, über das Frisieren und Schminken bis zum Schritt vor den Standesbeamten im Historischen Rathaus. Auch die Feier mit rund 70 Personen wird von den Kameras eingefangen.

Und weil im Fernsehen manchmal nichts so ist wie im wirklichen Leben, mussten die Brautleute und die Familienangehörige mehrmals durch das Bild laufen, Glückwünsche wiederholen oder das richtige Händeschütteln vor der Kamera zeigen. Ob die Anweisungen des Fernsehteams manchmal störend seien? „Naja“, sagt Serena verhalten. Für die Schwester nehme sie gern diese außergewöhnliche Situation auf sich. Und dass der Brautkuss mehrmals wiederholt werden musste, darüber habe sich ja auch niemand beschwert.

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