Rosenmontagszug wird nicht nachgeholt
Nur einen improvisierten Umzug gab es an Rosenmontag für die Warendorfer Karnevalisten um Annemarie Christin Wowerus und Prinz Henki I.

„Der gefüllte Veranstaltungskalender der Stadt Warendorf, die schwierige Gewährleistung des Sicherheitskonzeptes für den Umzug sowie die Verbandsrichtlinien des Karnevals (Bund Deutscher Karneval, Bund Westfälischer Karneval) lassen das Feiern eines Sommerkarnevalsumzuges nicht zu“, teilt der Bürgerausschuss mit. Zu dem Schluss sei man in Abstimmung mit dem Bürgermeister und der WaKaGe gekommen.

Die Statuten des Bunds Westfälischer Karneval sehen vor, dass Karnevalsbräuche „nur in der kalendermäßig bedingten Zeit um den ,Elften im Elften’ bis Aschermittwoch“ ausgeübt werden sollen“. Dies sei auch der Standpunkt des Bürgerausschusses: „Karneval sollte man in der dafür vorgesehenen Zeit feiern.“

„Der 21. Mai war ja nur angedacht“, betonte Westrup. Dieser Termin sei auch eher von außen an die Karnevalisten herangetragen worden. An diesem Tag findet nicht nur das Bürgerfest der Bürgerschützen, sondern auch der Hoffnungslauf der „Aktion Kleiner Prinz“ statt. Über einen anderen Termin habe man nicht nachgedacht. „Es werden ja viele Züge nicht nachgeholt“, sagte Westrup. Die Ahlener, die ihren Zug am 6. März rollen lassen, seien eine Ausnahme. „Das hätten wir vom Zeitfenster her auch nicht hinbekommen“, sagte Westrup.

Der finanzielle Schaden durch Entschädigungszahlungen etwa an Musikgruppen „hält sich im Rahmen, da wir früh genug abgesagt haben“. Was mit den Kamelle geschehe, sei Sache der Wagenbau-Gemeinschaften, erklärte Westrup. „Der Großteil wird wohl verteilt“, meinte er. Prinz Henki I. „wird sicher sehr enttäuscht sein“, sagte Westrup. Auf welchem Wagen Henki beim Zug im kommenden Jahr mitfahre, müsse noch geklärt werden.

„Wir haben diese Entscheidung schweren Herzens getroffen“, sagte Westrup. Nun fühle man sich erleichtert. „Wir hoffen, dass jeder Verständnis für die Entscheidung hat.“ Nun blicke man nach vorn: „Es ist unser großer Wunsch, dass wir im nächsten Jahr wieder strahlenden Sonnenschein haben.“

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