Runder Tisch will Brinkhaus-Entscheidung
Bild: Studio Kaup
Die ehemalige Textilfabrik Brinkhaus (unten links) liegt direkt am Emsseepark, in dem die Stadt Warendorf 2017 gern die Landesgartenschau ausrichten würde.
Bild: Studio Kaup

Der Bürgermeister und alle Ratsmitglieder werden darin aufgerufen, die Hängepartie um die künftige Nutzung der Industriebrache zu beenden. Für Mechtild Wolff, die Vorsitzende des Heimatvereins, präsentiert sich die Industriebrache als „Schandfleck im Herzen der Stadt“. Daher sei die Neugestaltung der Emsinsel „ein wichtiger Baustein für eine erfolgreiche Bewerbung für die Landesgartenschau“, wie Wolff in einem Schreiben an den Bürgermeister betont.

Unmut am „Runden Tisch“

 „Unmut und Sorge“ hätten die Teilnehmer der Veranstaltung darüber geäußert, dass die weitere Verwertung dieses Grundstücks bisher noch nicht geklärt sei. Wolff ist überzeugt: „Wenn bis zum 4. Mai nicht klar gesagt werden kann, was mit dem Brinkhausgelände passiert, vermindern sich die Chancen bei der Bewerbung für die LGS 2017.“ Deshalb ergeht die Bitte der Initiative an den Bürgermeister, „sehr zeitnah zu beschließen, wie und was auf diesem Gelände gebaut und was nicht gebaut werden darf, unabhängig von Auseinandersetzungen mit Eigentümer- und Bankeninteressen“.

Nicht nur wirtschaftlich denken

Die Stadt hat Planungshoheit und somit auch die Möglichkeit, das Gelände am Breuelweg in Warendorf als Grünfläche auszuweisen, wenn es nicht mehr als Gewerbegebiet genutzt wird. Mechtild Wolff: „Die Emsinsel hat eine so große Bedeutung für die Innenstadt, dass bei der Verwertung Gewinnmaximierung nicht an erster Stelle stehen darf.“ Bürgermeister und Ratsmitglieder hätten es nun in der Hand, dass dieses Gelände eine Bereicherung für alle wird. Ob mit oder ohne Landesgartenschau – das Problem müsse gelöst werden.

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