SPD: Sozialen Wohnungsbau fördern
Bild: Edelkötter
Plädieren für mehr Engagement der Stadt im Bereich des sozialen Wohnungsbaus: (v. l.) Andreas Hornung, Andrea Kleene-Erke und Wolfgang Stüker.
Bild: Edelkötter

Darin wird gefordert, dass die Stadtverwaltung zunächst konkrete Angaben zur Zahl der SGB-II-Bedarfsgemeinschaften in Warendorf macht und aufzeigt, wie sich der Bestand an sozial gebundenem Wohnraum in den vergangenen 15 Jahren entwickelt hat. Angenommen wird seitens der SPD, dass aktuell nur jeder zweiten Bedarfsgemeinschaft eine öffentlich geförderte und günstige Wohnung angeboten werden können. Und der Bedarf gehe deutlich über SGB-II-Empfänger hinaus. „Auch Bezieher kleiner Einkommen und Renten sind auf preiswerte Mietwohnungen angewiesen“, so Wolfgang Stüker, SPD-Sprecher im Sozialausschuss.

Außerdem soll vorausgeschaut werden, denn die Fraktion möchte ebenfalls wissen, wie viele Wohnungen in den kommenden 15 Jahren noch aus der Sozialbindung herausfallen. Die SPD befürchtet, dass weitaus mehr Objekte den Status „Sozialwohnung“ verlieren, als neue geschaffen werden. „Eigentlich müssen wir in diesem Punkt zulegen, stattdessen wird die Zahl der Sozialwohnungen immer kleiner“, erklärt Andreas Hornung, SPD-Sprecher im Umwelt-, Planungs- und Verkehrsausschuss, und verweist auf die Wohnungsmarktstudie von 2014. Vergleichbar strukturierte Kommunen wie Warendorf schnitten deutlich besser ab. Die SPD leitet daraus die Forderung nach einer „Strategie von Sozial- und Bauverwaltung der Stadt zur Entwicklung des sozialen Wohnungsbaus für den Zeitraum bis 2035“ ab.

Ganz konkret in den Blick nehmen möchte die SPD-Fraktion die Entwicklung des neuen Baugebiets „In de Brinke“. Bei der Vorstellung der Pläne in der jüngsten Planungsausschusssitzung war angekündigt worden, dass von den im Planungsgebiet zu errichtenden Mehrfamilienhäusern 30 Prozent für sozialen Wohnungsbau vorgehalten werden sollen. Der Anteil an Sozialwohnungen für das gesamte Baugebiet, in dem schwerpunktmäßig Einfamilien- und Doppelhäuser entstehen werden, liege damit bei 13 Prozent. Für die SPD ist das zu wenig. Sie fordert, dass die Hälfte der Mehrfamilienhäuser dem sozialen Wohnungsbau zugeschlagen werden. Und sollten sich zur Umsetzung des Vorhabens nicht genügend Investoren finden, fordert Fraktionsvorsitzende Andrea Kleene-Erke die Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft.

SOCIAL BOOKMARKS