Schätze der Musik und der Stiftskammer
Bild: Baumjohann
Gestalteten das Konzert: Ursula Stockhausen-Stockhorst (Violine) und Martin Geiselhart (Klavier).
Bild: Baumjohann

 Eine Zahl, in der einige hundert Besucher, die der Stiftskammer während des Kunstmarkts zum Krüßingfest eine Stippvisite abgestattet hatten, nicht enthalten sind. „Viele unserer Gäste kommen als Gruppen und besuchen neben der Stiftskammer auch die Pfarrkirche St. Bonifatius“, weiß Zika. Solche Besuche seien nach Vereinbarung auch im Winter möglich.

Für Einzelbesucher, die im Sommer zum Beispiel per Rad vorbeikommen, bleibt die Stiftskammer mit dem Ende der Sommersaison nach dem kommenden Wochenende vorerst geschlossen. Es ist schon gute Tradition, dass das nahende Saisonende musikalisch gestaltet wird. Zum mittlerweile elften Solistenkonzert hatte der Förderkreis Stiftskammer am Samstag eingeladen.

Gestaltet wurde das Konzert dieses Mal durch Stiftskantor Martin Geiselhart am Klavier und die Violinistin Ursula Stockhausen-Stockhorst. „Es ist ein Glücksfall, dass wir heute mit Ursula Stockhausen-Stockhorst eine weit über die Grenzen der Region bekannte Violinistin begrüßen können“, stellte Fördervereins-Vorsitzender Klaus Gruhn die Musikerin vor und dankte dem Stiftskantor Martin Geiselhart für die Knüpfung des Kontakts zu Stockhausen-Stockhorst sowie die Bereitschaft, das Konzert am Klavier zu begleiten. Zu Gehör gebracht wurden neben der Sonate E-Dur von Johann Sebastian Bach (BWV 1016) Werke von Gabriel Fauré, Josef Gabriel Rheinberger und Max Reger. Und natürlich blieb auch Zeit für die in der Stiftskammer ausgestellte Kunst. Ausführlich informierte Klaus Gruhn über zwei Monstranzen – darunter eine um 1500 entstandene Turmmonstranz aus vergoldetem Kupfer, die bei einer 1855 von Dechant Schulte in Auftrag gegebenen Restaurierung um die Figuren von Bonifatius und Thiatildis ergänzt worden war.

Eine gute Tradition ist es auch, dass die letzten regulären Öffnungstage der Stiftskammer in jedem Jahr die beiden Wochenendtage des Freckenhorster Herbstes sind. „Das wollen wir auch in diesem Jahr so halten“, blickt Fördervereinsvorsitzender Klaus Gruhn voraus.

Neben Trödelmarkt und Zeltveranstaltungen locken also am kommenden Wochenende, 12. und 13. Oktober, auch die in der Stiftskammer ausgestellten Kunstschätze aus der Geschichte des Stifts Freckenhorsts und der Pfarrkirche St. Bonifatius in die Stiftsstadt.

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