Schöne Bescherung: 12600 Geschenkpakete
Bild: Wild
Hunderte Kinder aus Warendorf brachten persönlich ihre Weihnachtspäckchen für die Aktion „Ich schenk dir meinen Stern“ zum Wilhelmsplatz. Zu den Helfern, die die Spenden in die Lastwagen verladen haben, zählte auch Polizist Dieter Wohlgemuth.
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12.600 Päckchen wurden am Mittwoch auf dem Wilhelmsplatz in zwei Lastzüge gepackt. Das ist Rekord, aber nur eine Zahl. Viel wichtiger ist, was damit bewegt wird, in Warendorf und in Rumänien. Im relativen Wohlstand geben insbesondere Kinder, aber auch Erwachsene mit Blick auf Weihnachten bewusst etwas ab für Kinder, die in absoluter Armut leben. „Wer die Freude miterlebt, wenn die Pakete in Satu Mare und Medias verteilt werden, dem geht das Herz auf“, sagt Klaus Chmiel, Sachspenden-Verwalter im Vorstand.

50 ehrenamtliche Helfer aktiv

Der „guten Seele“ der Päckchenaktion, Marie-Luise Mönnigmann, standen an die 50 ebenfalls ehrenamtliche Helfer zur Seite, die allesamt mit anpackten und eine logistische Meisterleistung vollbrachten. 12.600 liebevoll in Geschenkpapier eingeschlagene Päckchen auf Lkw zu verstauen, dazu gespendete oder günstig erworbene Lebensmittel – da müssen viele Rädchen ineinandergreifen, da muss von einer Hand in die andere gearbeitet werden.

Die Verladung auf dem Wilhelmsplatz ist aber nur ein Tag, während die organisatorischen Vorbereitungen zuvor Wochen in Anspruch nehmen. Kinder aus rund 180 Einrichtungen, zumeist Kindergärten und Schulen aus Warendorf und dem weiten Umkreis, hatten ihre Präsentpäckchen für Gleichaltrige gepackt. Mit Bullis und in Anhängern wurden die Gaben zum Wilhelmsplatz gekarrt, sogar Schulen aus Hamburg und in Berlin beteiligten sich an der Aktion. Persönliche Kontakte, aber auch die Begeisterung für die Idee an sich sind es, die immer mehr Menschen weit über den Kreis Warendorf hinaus mitmachen lassen.

Die nächsten Hilfsprojekte warten schon

Dass nicht nur Beschenktwerden, sondern auch Schenken Freude macht, war an den strahlenden Augen der Kinder zu sehen, die teils mit Bollerwagen zum Wilhelmsplatz kamen. Und an den zufriedenen Mienen der Initiatoren um den Vorsitzenden Dr. Michael Quinckhardt. Er blickt nun nach vorn auf die nächsten Projekte: Schulbauten in Nepal und im Kongo sowie Häuser für Sinti und Roma in Rumänien. Zum Ausruhen nach der Päckchenaktion ist keine Zeit.

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