Schüler: Gutachten absichtlich fehlerhaft
Bild: Poschmann
Die Schüler des Augustin-Wibbelt-Gymnasiums waren am Dienstag zu einer Vollversammlung in die Turnhalle der Schule eingeladen worden. Thema war das Gutachten zur Schulentwicklung.
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Die SV-Vertreter Vivian Weiser und Leon Bernzen erläuterten, wo ihrer Meinung nach die Knackpunkte der von einem externen Gutachter erstellten Analyse liegen. „Es sind viele Fehler gemacht und Zahlen geschönt worden“, so die Kritik der beiden SV-ler. „Tatsächlich haben sich allein in diesem Jahr mehr Schüler angemeldet, als der auf Grundlage des Gutachtens erarbeitete Schulentwicklungsplan vorgibt.“ Mehr als 200 sollen es sein.

Für Bernzen und Weiser stellt sich die Frage, wie mehrere Analysen desselben Gutachters innerhalb weniger Jahre so unterschiedliche Zahlen beinhalten können. Die Schülervertreter mutmaßten sogar, „dass die Fehler absichtlich gemacht wurden, um die Gesamtschule in Warendorf nicht zu gefährden“.

Als Konsequenz wollen sie jetzt mit Ratspolitikern ins Gespräch kommen, Briefe schreiben und eine Podiumsdiskussion in die Wege leiten. „Wir werden da mal nachhaken und uns auch an die Bezirksregierung in Münster wenden.“

Nicht berücksichtigt worden sei in dem Gutachten unter anderem, dass seit dem 1. April Eltern und Schüler auch von G 8-Gymnasien und aus integrierten Systemen zum Augustin-Wibbelt-Gymnasium wechseln können. Ebenfalls unberücksichtigt geblieben seien in dem Papier die Anmeldungen auswärtiger Schüler aus Everswinkel und Sassenberg. „Wir sind uns ganz sicher, dass das Augustin-Wibbelt-Gymnasium weiter bestehen bleibt“, schlossen Vivian Weiser und Leon Bernzen.

Hintergrund und Kommentar sowie ein Interview mit dem für Schulangelegenheiten zuständigen Beigeordneten der Stadt, Dr. Martin Thormann, lesen Sie in der Warendorfer Ausgabe der „Glocke“ vom 10. Dezember.

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