Schüler arbeiten für Bildung in Afrika
Begeistert vom Angebot: Regina Spitthöver am Stand von (v. l.) Maike Hausfeld, Marie Graupe, Theresa Voß und Henrike Knab.

Die Idee der Veranstaltung ist, dass Jugendliche jedes Alters für einen Tag nicht in die Schule gehen, sondern stattdessen Geld verdienen. Der Gewinn wird für Bildungsprojekte des Tagwerk-Projektpartners „Help Network“ in Burundi, Ruanda, Südafrika, Uganda und der Elfenbeinküste gespendet.

Am Aktionstag waren in der Warendorfer Innenstadt zahlreiche Schüler verschiedener Altersklassen des Gymnasiums Laurentianum anzutreffen. Einige haben zum ersten Mal an der Aktion teilgenommen, während andere bereits zum vierten Mal Spenden für Afrika sammelten. Die Unter- und Mittelstufenschüler hatten sich im Vorfeld klassenintern organisiert und bildeten kleine Gruppen. An verschiedenen Ständen – beispielsweise auf dem Wilhelmsplatz und dem historischen Markt – verkauften sie unter anderem Kuchen und Waffeln. Neben den vielen Backwaren und fruchtigen Smoothies gab es an einem Stand der Klasse 6 c sogar selbstgenähte Taschentüchertaschen zu kaufen. „Das ist toll, dass ihr so etwas selbst macht“, freute sich Kundin Regina Spitthöfer.

Die Schüler der Stufe EF hatten in größerem Rahmen gedacht: Statt im Klassenverband organisierte sich der Jahrgang gruppenübergreifend. Auch bei ihnen war in den Gruppen der Kuchenverkauf besonders beliebt. Das Angebot reichte von Kirschkuchen über Brezel bis hin zu Schokomuffins. Damit auch jeder auf die Leckereien aufmerksam wurde, warben einige Schüler als laufende Litfaßsäulen mit Schildern für ihre Produkte. Andere Jugendliche verdingten sich in Haushalt und Garten von Privatleuten, um Geld zu verdienen. Sie wuschen ab und mähten den Rasen.

In ganz Deutschland engagieren sich am Dienstag rund 180 000 Jugendliche aus 620 Schulen an dem Projekt. Die Organisatoren rechnen mit einem Gesamterlös in Höhe von über 1,2 Millionen Euro. In den ersten zwölf Jahren haben sich mit Aktion Tagwerk im gesamten Bundesgebiet rund 2,1 Millionen Schüler an der Kampagne beteiligt.

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