Schüler setzen sich für  Wärmestube ein
Bild: Poschmann
Schüler der achten Klasse der Bischöflichen Realschule engagierten sich neun Monate für die Wärmestube. Jetzt möchten die Jugendlichen für ein Jahr eine Familienpatenschaft übernehmen.
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„Indem wir versuchen, ein bisschen so zu sein wie er, können wir Jesus am besten kennenlernen“, sagte Barbara Schulze Niehues, Lehrerin an der Schule. Herausgekommen ist dabei das Projekt „Wir lassen niemanden im Regen stehen“. Schnell war schon im Februar klar, dass die Wärmestube unterstützt werden soll, da die bedürftigen Besucher derselben kaum Fürsprecher haben und für die Schüler das Ergebnis ihrer Bemühungen konkret sichtbar ist. Weiter war das Projekt generationenübergreifend angelegt: Die Schüler kümmerten sich um die Finanzen, ehrenamtliche Mitarbeiter der Wärmestube sowie einige Besucher setzten ihre Muskeln ein. Ziel war es, einen alten Schuppen zu einer überdachten Terrasse umzubauen, damit Wärmestubenbesucher nicht im Regen stehen müssen. Um das nötige Geld zu erwirtschaften, setzten sich die Schüler selbst in ihrer Freizeit für ihr Projekt ein. Sie verkauften unter anderem Kuchen auf dem Wochenmarkt, organisierten einen Flohmarkt, misteten Ställe aus und räumten Keller auf. Außerdem bewarb sich die Klasse beim Wettbewerb „Sozial genial“ der Aktiven Bürgerschaft Berlin. Das Projekt wurde mit 500 Euro ausgezeichnet. Die Schüler haben so inklusive Preisgeld 2100 Euro zusammengetragen. Eigentlich wäre jetzt das Projekt beendet, doch die Schüler wollen weitermachen. Für ein Jahr möchte die achte Klasse nun eine Familie in Form einer Klassenpatenschaft begleiten und unterstützen. „Die Familie soll nicht nur materiell gefördert und unterstützt werden“, sagte Niehues. Auch konkrete Hilfen im Haushalt, wie Babysitten oder Nachhilfeunterricht, seien angedacht.

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