Schulausschuss für neue Sekundarschule
Rechenexempel nach Daten und Fakten oder politische Richtungsentscheidung? – Das Tauziehen um die Neugestaltung der Warendorfer Schullandschaft geht nach der Vor-Entscheidung im Schulausschuss des Rates in eine neue Runde.

Anschließend ist bei einer formalen Elternbefragung zu ermitteln, wie viele Eltern der heutigen Dritt- und Viertklässler sich für die eine oder andere Schulform entscheiden würden.

Eklat bei Abstimmung

Waren die Teilbeschlüsse zur Durchführung der Elterninformation und zur Elternbefragung noch einmütig von allen 15 Schulausschussmitgliedern mitgetragen worden, gab es bei der Abstimmung über die von den Politikern bevorzugte Schulform einen Eklat: Nach einer Sitzungsunterbrechung erklärten alle sieben Vertreter von SPD, Grünen und FWG, an der von der Ausschussvorsitzenden Dr. Beate Janninhof (FDP) vorgeschlagenen Abstimmung über eine Vorwegnahme des Votums pro Sekundarschule nicht teilnehmen zu wollen. Sie zogen unter Protest aus dem Sitzungssaal aus. Nach kurzer Ratlosigkeit, ob der Ausschuss nach der Geschäftsordnung noch beschlussfähig sei, stimmten alle acht verbliebenen CDU- und FDP-Ausschussmitglieder dafür, die Stadtverwaltung mit der Vorbereitung zur Gründung einer Sekundarschule zu beauftragen.

Formal einstimmig

Formal war es ein einstimmiger Beschluss. Inwieweit daraus am Ende einer Beschlussempfehlung an den Rat wird, der spätestens im Dezember über den Antrag zur Bildung einer neuen Schule befinden müsste,  bleibt einer nun zusätzlich notwendigen weiteren Ausschusssitzung vorbehalten. Die Verwaltung wird jetzt die für alle offenen Informationsveranstaltungen, zu denen aber die Eltern potenzieller Schulwechseler persönlich eingeladen werden, organisieren. Das aus der Elternbefragung resultierende Mehrheitsvotum ist allerdings in jedem Fall für die Politiker nicht bindend.

Ausführlicher Bericht und Kommentar in der Warendorfer „Glocke“-Ausgabe vom 19.10.

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