Schweinachtsmann begeistert die Kinder
Bild: A. Edelkötter
Kurz vor Heiligabend verletzt sich ein Weihnachtsmann beim Nüsse knacken. Das Schwein springt als Ersatz ein, um Kinder zu bescheren.
Bild: A. Edelkötter

Denn der Start des „Schweinachtsmanns“ war holprig. Technische Probleme mit den Mikrofonen hatten zunächst für reichlich Wirbel und eine satte Verspätung gesorgt. Die vielen Kinder im voll besetzten Theatersaal nahmen es erstaunlich locker und versuchten den Schweinachtsmann mit rhythmischem Klatschen auf die Bühne zu locken. Nach einiger Zeit mit Erfolg. Erzähler Henrik Leidreiter erklärte zunächst die technischen Unwägbarkeiten, und dann ging es endlich los. Doch nur kurz. Schnell war klar: Nicht alle 6-Zylinder waren über ihr Mikro zu hören. Also entschlossen sich Leidreiter, Winne Voget, Thomas Michaelis, Roland Busch und Jos Gerritschen ohne technische Unterstützung weiter zu machen. Unplugged, sozusagen. Die Sänger improvisierten etwas, waren dabei aber deutlich angespannt. Hinter den Kulissen wurde derweil fleißig getüftelt und schließlich eine Lösung gefunden. Mikros wieder an und endlich konnten die 6-Zylinder ihre Stimmvolumen so richtig ausspielen. Jetzt sprang der Funke über und die Geschichte von einem Schwein, das für den verletzten Weihnachtsmann einspringen und sich durch die Kamine dieser Welt zwängen musste, entfaltete ihren ganz speziellen und einzigartigen Charme – witzig, ironisch und mit Liedern, die die meisten der Theaterbesucher wohl durch die restliche Vorweihnachtszeit begleiten werden. „Ich platz’ gleich, ich platz’ gleich, komm gibt mir noch ’nen Keks. Die Feuerwehr, die Feuerwehr, sie ist schon unterwegs“ – Textpassagen wie diese sind es, die das Stück von Jörg Hilbert (Musik von Felix Janosa) so beliebt machen und für einen heiteren Farbtupfer in der besinnlichen Adventszeit sorgen.

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