Sekundarschule Thema für Warendorf?
Bild: Kruse
Der schulpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Professor Dr. Thomas Sternberg, und Astrid Birkhahn (MdL) gaben einen Ausblick auf die zukünftige Schullandschaft.
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Unterstützt wurde sie von Gastreferent Professor Dr. Thomas Sternberg.  Sternberg, schulpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, erläuterte die allgemeine Schulsituation in Nordrhein-Westfalen und machte deutlich, welche Herausforderungen und Probleme auf die Schulpolitik in Zukunft warten.

Besonders der demographische Wandel werde die Schullandschaft innerhalb der nächsten Jahre zu Umstrukturierungen und neuen Schulkonzepten zwingen. „Wir müssen uns auf einen deutlichen Schülerrückgang einstellen. Dies hat zur Folge, dass es zu Schulschließungen kommen wird“, so Sternberg. „Wenn Lehranstalten aber demographisch gesichert sind, werden wir natürlich an diesen festhalten“, gab er aber zugleich auch Entwarnung für Bildungseinrichtungen, die über konstante Anmelde- und Schülerzahlen verfügen.

Eine neue Schulform könnte aber bereits zum Schuljahr 2012 /2013 Einzug in das Schulsystem halten. Nach Erreichen des Schulkonsenses zwischen den Regierungsparteien SPD und Grünen sowie der CDU, werde derzeit die Einführung der so genannten Sekundarschule vorbereitet. Sie umfasse die Jahrgänge fünf bis zehn und eröffne durch die Kooperation mit der Oberstufe eines Gymnasiums, eines Berufskollegs oder einer Gesamtschule Schülern auch den Weg bis zum Abitur. Besonders in Warendorf könnte das Projekt Sekundarschule in Kürze durchaus konkrete Formen annehmen, nachdem zuletzt zwei Hauptschulen (Freckenhorst und Von-Ketteler-Schule in Warendorf) geschlossen worden sind. „Mit den drei ansässigen Gymnasien und dem Berufskolleg wäre eine Sekundarschule durchaus sinnvoll.

Damit würden wir alle Abschlussmöglichkeiten anbieten“, räumt Birkhahn der neuen Schulform in der Kreisstadt gute Chancen ein. Ob es wirklich dazu kommen werde, bleibe allerdings abzuwarten, hänge eine Zustimmung schlussendlich von der Kommune ab. Seitens der Verwaltung werde derzeit jedoch die Einrichtung einer Gesamtschule favorisiert.

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