Selbsthilfegruppe  für Trauernde geplant
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Trauer hat vielfältige Formen. Gerade bei einem Unfalltod und wenn jüngere Menschen betroffen sind, die in ihrem direkten Umfeld auf wenig Verständnis für ihre Seelenlage treffen, kann eine Selbsthilfegruppe bei der Verarbeitung helfen. In Warendorf soll jetzt ein Gesprächskreis gegründet werden. 
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Wenn ein Angehöriger oder eine nahe stehende Person stirbt, sehen sich Menschen, die zurückbleiben, mit vielen Fragen und unerwarteten Situationen konfrontiert. Insbesondere Menschen, die noch jünger sind und zum ersten Mal den Tod einer geliebten Person verarbeiten müssen, verspürten Unsicherheiten und entwickelten Gefühle, die sie so noch nicht kannten, erläutert die Diplom-Sozialpädagogin Christiane Vollmer vom Sozialverband „Der Paritätische NRW“, der die Selbsthilfe-Kontaktstelle Kreis Warendorf in Warendorf betreibt.

Bei der Teilnahme an der Selbsthilfegruppe ist es offen, wieviel über die eigene Situation berichtet wird. Ebenso soll es freigestellt sein, zu welchem Zeitpunkt nach dem Tod der nahestehenden Person eine Teilnahme stattfinden soll. Manche Menschen sind direkt nach dem Tod des Verstorbenen bereit, über ihre Trauer zu sprechen, andere brauchen längeren Abstand. Wichtig sei es allerdings, bereits einigermaßen gefasst über Trauer und den Tod der verstorbenen Person sprechen zu können, sagt Christiane Vollmer.

Die Gründung der neuen Trauer-Selbsthilfegruppe wird in Kooperation zwischen der Selbsthilfe-Kontaktstelle und dem Hospizverein Warendorf initiiert. Tanja Stammkötter vom Hospizverein wird die Gruppe bei den ersten Treffen begleiten und auch im Anschluss bei Bedarf zur Verfügung stehen. Die Treffen sollen in den Räumen der Selbsthilfe-Kontaktstelle in Warendorf, Waterstroate 6, stattfinden.

Interessenten melden sich in der Kontaktstelle unter Telefon 02581 / 4679988, per E-Mail (selbsthilfe-warendorf@paritaet-nrw.org) oder beim Hospizverein Warendorf, Telefon 02581 / 789335.

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