Serpil Neuhaus: Grenzenlos menschlich
Bild: Poschmann
Die Ausstellung „Grenzenlos menschlich“ eröffneten (v. l.) Doris Kaiser, Renate Schulze Versmar, Serpil Neuhaus, Dr. Walter Kambartel, Aysu Marangoz und Yelda Yildiz.
Bild: Poschmann

Die Werke der Gütersloher Künstlerin sind noch bis zum 21. August im Stadtmuseum im Historisches Rathaus zu sehen. „Kunst ist eine Vermittlerin des Unaussprechlichen“, zitierte Schulze Versmar den deutschen Dichter Johann Wolfgang von Goethe. In diesem Sinne sind die Bilder der Künstlerin Serpil Neuhaus aktueller denn je. Viele ihrer Werke scheinen Vorausahnungen zu seien, nehmen sie doch direkten Bezug auf die heutige Zeit. „Ihre Themen Migration, Frieden und Zeitgeschehen beschäftigen die ganze Welt, auch uns in Warendorf“, sagte die Stellvertretende Bürgermeisterin Doris Kaiser.

Serpil Neuhaus wurde 1947 in Antalya (Türkei) geboren. Sie wurde zwangsverheiratet und wanderte 1967 nach Detmold aus. Hier trennte sie sich auch von ihrem türkischen Ehemann. Nach ihrer Hochzeit mit Rolf Neuhaus legte sie 1992 den Grundstein für ihre künstlerische Laufbahn durch private Zeichenkurse, denen später ein Kunststudium an der freien Kunstakademie in Verl folgte.

Serpil Neuhaus‘ Bilder wirken authentisch, spiegeln sie doch ihr eigenes bewegtes Leben wider. In ihren Werken kritisiert die Künstlerin Rassismus und Gewalt, schafft aber auch den Brückenschlag zwischen verschiedenen Kulturen. „In der Kunst gehören Grenzüberschreitungen zum kreativen Potenzial“, sagte der Kunsthistoriker Dr. Walter Kambartel, der in das Werk der Künstlerin einführte.

Untermalt wurde die Vernissage von einer Tanzperformance der besonderen Art durch Aysu Marangoz und Yelda Yildiz.

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