„Sommerzone“ mit Einschränkungen
Bild: Gabi Wild
Die „Mobile Jukebox“, eine Drei-Mann-Combo als Walking Act, musizierte bei der „Sommerzone“ in Warendorf in den Straßen der Stadt. Dabei umgarnten die Musiker auch die Damen vom Weltladen am Krickmarkt.
Bild: Gabi Wild

Dabei schlugen insbesondere zwei Baustellen ins Kontor: die raumgreifende Marktplatzbuddelei und die Selbstfindungsphase der Kaufmannschaft. Letztere spiegelt sich darin, dass längst nicht so viele Geschäfte wie erhofft die Abendöffnung bis 22 Uhr anboten.

Zudem scheint der Plan der Einzelhandelslobby, anstelle übergreifender Sonderaktionen es der Initiative der einzelnen Einkaufsstraßen zu überlassen, publikumswirksame Magneten zu kreieren, noch nicht ausreichend zu funktionieren. So fiel auf, dass sowohl in der Münsterstraße als auch in der Freckenhorster Straße schon mal mehr los war in der vom früheren Vorstand der Kaufmannschaft erfundenen „Sommerzone“.

Einzig das selbsternannte „Pferdeviertel“ in der östlichen Altstadt hatte mit seinem „Nachtflohmarkt“ für pulsierendes Leben in den Straßen ausreichend vorgesorgt. Flohmarkt geht offensichtlich immer, und das Feilschen und Handeln in Oststraße, Brünebrede und Co. nahm zeitweise Züge eines orientalischen Basars an.

Verbindendes Element zwischen den Laufwegen und einziger extern gebuchter Programmpunkt war die „Mobile Jukebox“, von der Kaufmannschaft in Abstimmung mit Warendorf Marketing angeheuert. Die Drei-Mann-Combo zog die mit ihren tragbaren Instrumenten durch die Stadt und hielt hier und da an, um Mini-Konzerte zu geben.

Das erfreute auch die Genussmenschen, die trotz eher widriger Umstände die Außengastronomie auf dem Markt aufsuchten. Anders als zum Beispiel beim „Tanz in den Mai“, wurden diesmal die Absperrungen der Baufelder am Freitagnachmittag nicht beiseitegeräumt. Zusätzlich zu der kleinen Insel glückseliger Außengastronomie an der südlichen Spitze des Marktes waren in der Laufgasse, in der alltags die Radlader und Schaufelbagger rangieren, einige Tische und Stühle zusätzlich aufgestellt worden, um zusätzlichen Kunden Bewirtung open-air anbieten zu können.

Es wirkte nicht wirklich gemütlich, aber den Umständen entsprechend. Wer es positiv sieht, muss sagen, dass es irgendwie auch stylisch sein kann, mitten auf der Baustelle zu dinieren.

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