Spitze der Stiftskirche ist abgefallen
Bild: Baumjohann
Im Rahmen einer Projektarbeit mit Schülern der ehemaligen Hauptschule ist vor zehn Jahren das Stadtmodell von Freckenhorst entstanden. Jetzt wird es überarbeitet und aktualisiert.
Bild: Baumjohann

Bevor es allerdings soweit ist, muss das Modell zunächst auf den aktuellen Stand gebracht werden. „In den vergangenen Jahren hat sich in Freckenhorst ja doch einiges getan“, sagt der Diplom-Designer, der die zwei Platten des Freckenhorster Stadtmodells vor zehn Jahren in einem Projekt zusammen mit Schülern der Freckenhorster Hauptschule gebaut hatte. „Die Schüler waren damals sehr engagiert“, erinnert sich Meier gerne an die Aktion zurück, bei dem die Schüler vor dem Modellbau alle Häuser der Stiftsstadt fotografisch dokumentiert hatten.

„Mittlerweile sind am Weingraben neue Häuser entstanden, ist das Gebiet an der Georg-Rose-Straße bebaut, eine Baulücke an der Warendorfer Straße geschlossen, das Jugendfeuerwehrhaus fertiggestellt und auch das Baugebiet ‚Am alten Graben‘ realisiert“, nennt Wilhelm Meier einige der für das „Freckenhorst-Modell“ relevanten Veränderungen in der Stiftsstadt.

Im Modell im Maßstab von 1:500 ist ein halber Quadratkilometer der Freckenhorster Innenstadt abgebildet. „Geplant waren mal zwölf Tafeln, auf denen der ganze Innenbereich von Freckenhorst hätte dargestellt werden können.“

Bevor allerdings Praktikantin Lynn Lipka und Wilhelm Meier darangehen können, das Modell auf den aktuellen Stand zu bringen, musste es erst gereinigt und repariert werden. „Viel ist nicht kaputtgegangen im Laufe der Jahre“, freut sich der Modellbauer und Designer. Die Kirchturmspitze der Stiftskirche sei abgefallen und einige Häuser hätten sich gelockert, nennt er die minimalen Schäden. Viel mehr Aufwand war es, das Modell mit Pinsel, Tupfer und lauwarmem Wasser von Dreck und Staub zu befreien. Das ist nun erledigt, so dass es an die Aktualisierungsarbeiten gehen kann. Und bald schon wird das Modell dann im Ärzte- und Apothekenhaus an der Industriestraße stehen und ein Blickfang sein – nicht nur für die Bürger, sondern beispielsweise auch für politische Entscheidungsträger, hofft Wilhelm Meier. Denn: „Ein solches Modell ist ein hervorragendes Werkzeug für die Städteplanung.“

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