Sporthalle Freckenhorst „abgespeckt“
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Für den Schulsport, aber auch den Vereinssport soll Freckenhorst eine neue Spoprthalle bekommen, weil die alte abgängig ist. Nach einem ersten Entwurf würde sie sechs Millionen Euro kosten. Jetzt legt der Bürgermeister eine „abgespeckte“ Variante vor.
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Am 5. September (öffentliche Sitzung, 17 Uhr, Rathaus, Markt 1) sollen bei einer gemeinsamen Sitzung des Bezirksausschusses Freckenhorst-Hoetmar und des Planungsausschusses die Eckpunkte für die Neubaukonzeption festgezurrt werden. Wie berichtet, waren die Politiker vor der Sommerpause mit der Nachricht überrascht worden, dass der Neubau der Sporthalle nach den bis dahin vorgelegten Plänen sechs Millionen Euro kosten würde, während im Haushaltsansatz nur die Hälfte eingeplant war.

Mehr Fläche und höhere Baukosten

Als ein Grund dafür wurde identifiziert, dass die geplante Grundfläche um fast die Hälfte größer geraten war als bei einer als Vorbild angesehenen Halle in Marienfeld. An dieser hatte sich auch die Kostenschätzung der Bauverwaltung orientiert, wobei die Baukostensteigerung seit deren Fertigstellung unberücksichtigt geblieben war.

Dem Auftrag der Ratsgremien folgend, hat die Bauverwaltung nun ein um knapp 450 000 Euro abgespecktes Konzept vorgelegt, das am Donnerstag in einer ersten Runde beraten wird. Demnach schlägt der Bürgermeister vor, eine „nebenflächenreduzierte Planungsvariante B“ (Abstriche im Bereich Tribünen-/Zuschauerbereich und am Spielfeld) weiterzuverfolgen, was allein 180 000 Euro Einsparung bringen würde. Entfallen soll der ursprünglich geplante Verbindungsgang zur Grundschule (minus 35 000 Euro).

Flach- statt Sheddach spart Geld

Auf die architektonisch interessante und belichtungstechnisch bessere Form eines Shedddachs soll durch eine profane Flachdachkonstruktion ersetzt werden (180 000 Euro weniger). Durch Rückgriff auf das vorhandene Material der alten Sporthalle könnten 50 000 Euro bei der Ausstattung mit Sportgeräten eingespart werden.

Nicht verzichten will der Bürgermeister aus Klimaschutzgründen auf den hohen „CO2-neutralen“ Technikstandard bei Heizung, Lüftung und Dämmung. Wäre die Ausstattung nach dem gesetzlichen Mindeststandard, könnten bis zu 350 000 Euro eingespart werden.

Die Absenkung der Spielfläche gegenüber dem Niveau des Foyers würde zwar 25 000 Euro bringen. Darauf soll aber verzichtet werden, da dann vom Foyer aus kein Blick in die Halle ermöglicht würde. Da es wohl keine Einsparung bringen würde, soll auch die Alternative einer Holzrahmenkonstruktion verworfen und weiter in konventioneller Massivbauweise geplant werden.

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