Stadt räumt Fehler bei Gesamtschulbau ein
Bild: Glocke-Archiv
Bei den Erweiterungsbauten der Gesamtschule am Standort Nord sind Fehler gemacht worden, die zu einer Kostenüberschreitung geführt haben, räumt die Stadtverwaltung im Vorfeld einer Sonderratssitzung zum Thema (am 9. Juni, 17 Uhr, Sophiensaal) ein.
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Das geht aus einer Stellungnahme der Bauverwaltung hervor, die bei einer öffentlichen Sonderratssitzung am Donnerstag, 9. Juni (17 Uhr, Sophiensaal), den Politikern vorgelegt wird.

Aktuell geht es um die Genehmigung einer überplanmäßigen Ausgabe von 150 000 Euro für die aktuellen Erweiterungsmaßnahmen an der Gesamtschule. Neben nicht eingeplanter allgemeiner Preissteigerung auf dem Bausektor von „mindestens zehn Prozent“, so der Städtische Baudirektor Peter Pesch, seien konkret folgende Mehrkosten entstanden: Baunebenkosten 70 000 Euro (plus 55 Prozent), Elektro-Haustechnik 50 000 Euro (+94 Prozent), Außenanlagen 27 000 Euro (+48 Prozent), Rohbau 100 000 Euro (+48 Prozent), Dacheindeckung 36 000 Euro (+51 Prozent), Fenster- und Sonnenschutz 12 000 Euro (+32 Prozent). Außerdem sind nicht kalkulierte Kosten für den Pausengang (30 000 Euro) und 10 000 Euro für laut Baugenehmigung erforderliche Rettungswege und Türen entstanden.

Laut Bauamt belaufen sich die überplanmäßigen Mehrkosten –Kostenminderungen bei anderen Gewerken gegengerechnet – auf unter dem Strich 305 000 Euro. Der ursprüngliche Kostenansatz von 970 000 Euro für den aktuellen Bauabschnitt war durch Umschichtungen und bereits vom Rat genehmigte überplanmäßige Ausgaben teilweise gedeckt worden, sodass nun noch die fraglichen 150 000 Euro zur Freigabe durch den Rat anstehen.

Laut Bürgermeister Axel Linke wird geprüft, ob für die schlecht kalkulierten Kostenberechnungen der Architekt und Fachplaner zur Haftung herangezogen werden können.

Mehr über Hintergründe zur Kostenüberschreitung beim Ausbau der Gesamtschule und einen Kommentar zum Thema lesen Sie in der Warendorfer Ausgabe der „Glocke“ vom 3. Juni.

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