Stadtverwaltung: Kein Daten-„Verkauf“
Der "Verkauf" von Daten aus der Meldekartei sei in Warendorf kein Thema, sagt die Stadtverwaltung. "Gegen Gebühr" werden bei "berechtigtem Interesse" aber ausgesuchte Daten weitergegeben.

Laut Stadtverwaltung gibt es die in Medienveröffentlchungen als „Verkauf“ bezeichneten Weitergabe personenbezogener Daten in Warendorf „heute nicht“, wie die zuständige Leiterin des Bürgerbüros der Stadt Warendorf, Karin Kövener, beteuert. „Wir geben Daten nur dann weiter, wenn die oder der Anfragende ein berechtigtes Interesse glaubhaft macht. Und dann auch nur im Einzelfall und nicht ganze Adressbestände“, so die Fachfrau aus der Verwaltung.

Gebühr für „berechtigte“ Auskünfte

Im Einzelnen bedeute dies, dass zum Beispiel Versandhäuser, Inkassounternehmen, Versicherungen, Banken und andere Einzelanfragen stellten, die dann manuell in der Verwaltung beantwortet würden. Hierfür werde eine kostendeckende Gebühr erhoben. Von „Verkauf“ könne also keine Rede sein.

Widerspruch möglich

Gegen einen Teil der rechtlich bisher möglichen Auskünfte könne auch heute schon eine Auskunfts- beziehungsweise Übermittlungssperre beantragt werden. Dies könne durch persönliche Vorsprache im Bürgerbüro geschehen. Zudem stehe im internet (unter www.warendorf.de) ein Formular bereit, welches unterschrieben an die Verwaltung geschickt werden könne.  „Wichtig ist uns“, so Karin Kövener abschließend, „dass kein Bürger Bedenken haben muss, dass die Stadtverwaltung seine Daten an Adresshändler oder ähnliche Firmen weitergibt beziehungsweise verkauft.“

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