Stadtwerke warnen vor falschen Mahnungen
Symbolbild: dpa
Vor falschen Inkassoschreiben warnen zurzeit bundesweit Energieversorger. Auch Kunden der Stadtwerke Warendorf scheinen betroffen zu sein.
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Die Stadtwerke warnen aus aktuellem Anlass Kunden davor, auf gefälschte Inkassoschreiben für angeblich nicht beglichene Stromrechnungen hereinzufallen. Wie derzeit offenbar zahlreiche Kunden von verschiedenen Stromversorgern bundesweit, sollen auch Kunden der Warendorfer Energieversorgung Schreiben eines dubiosen Inkassounternehmens („Aleksander & CO KG“) erhalten haben.

Laut Alice Kaufmann, Pressesprecherin der Stadtwerke Warendorf, hat sich am jetzt ein verunsicherter Kunde gemeldet und das ominöse Anschreiben vorgelegt. Der Kundenservice des lokalen Versorgers habe jedoch Entwarnung geben können: Bei dem Schreiben handele es sich um eine Fälschung, eine offene Forderung bestehe nicht.

Wie kommen Kriminelle an Kundendaten?

Das Anschreiben enthält neben der korrekten Kundenanschrift auch weitere notwendige Angaben, die das Schreiben auf den ersten Blick echt scheinen lassen. Kaufmann: „Schaut man genauer hin, wird deutlich, dass es sich dabei um reine Abzocke handelt. Weder die Firma noch die Firmenanschrift existieren.“ Für die Zahlung sei eine Bankverbindung der Berliner „Solarisbank“ angegeben. „Wie unsere Recherchen ergaben, scheint das Kreditinstitut bereits informiert und rechtliche Schritte eingeleitet zu haben“, erläutert Alice Kaufmann in einer Presseerklärung.

Einziges Detail des Anschreibens, welches tatsächlich mit den Kundendaten übereinstimme, sei die angegebene Zählernummer, was darauf hindeute, „dass die Daten in irgendeiner Form, bewusst oder unbewusst durch die Kunden an Dritte weitergegeben wurden“. Die Stadtwerke Warendorf warnen deshalb alle Kunden vor der Preisgabe persönlicher Daten am Telefon oder an der Haustür.

Mitarbeiter können sich ausweisen

Darüber hinaus gelte besondere Vorsicht, wenn sich Fremde versuchen, Zutritt zu den Zählern zu verschaffen, beispielsweise, um Zähler abzulesen. Stadtwerke-Geschäftsführer Urs Reitis weist darauf hin, dass Mitarbeiter der Stadtwerke Warendorf grundsätzlich einen Dienstausweis mit Lichtbild und vollständigem Namen und Geburtstag bei sich tragen, den sie auf Verlangen vorzeigen. Dies gelte auch für Mitarbeiter von Fremdfirmen, die im Auftrag der Stadtwerke Zähler tauschen oder ablesen.

Sollten Kunden unsicher sein, sollten sie dem Besucher keinen Zutritt zur Wohnung oder dem Zähler gewähren und zunächst den Kontakt zu den Stadtwerken aufnehmen, um zu erfahren, ob der Besucher tatsächlich von dem Energieversorger beauftragt wurde.

Sollten weitere Kunden der Stadtwerke Warendorf falsche Inkassoschreiben erhalten, rät der lokale Energieversorger den Verbrauchern dazu, keine Zahlungen zu leisten, sich im Zweifelsfall direkt an den Kundenservice der Stadtwerke zu wenden und gegebenenfalls auch die Polizei zu kontaktieren, um Anzeige zu erstatten.

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