Sternfahrer radeln zum Marktplatz
Bild: Baumjohann
Bestes Wetter herrschte am Sonntag beim Sattelfest auf dem Warendorfer Marktplatz.
Bild: Baumjohann

Zum elften Mal hatte Warendorf Marketing zur Fahrrad-Sternfahrt mit anschließendem „Sattelfest“ eingeladen. Jahr für Jahr wechselt der Zielort der Sternfahrt, darf ein anderer Ortsteil der Stadt Warendorf Gastgeber für die Radler der Emsstadt sein. Am Sonntag war die Kernstadt an der Reihe, und Bürgermeister Axel Linke konnte die Teilnehmer der Sternfahrt, aber auch zahlreiche weitere Mairadler und Gäste auf dem historischen Marktplatz begrüßen. „Unser Sattelfest ist nicht nur der Auftakt zur Radfahrsaison, sondern auch ein Zeichen der Verbundenheit von Warendorf und seinen Ortsteilen“, zeigte sich der Bürgermeister überzeugt.

Eine Verbundenheit, die auch am Maibaum deutlich wird, der die gute Stube der Emsstadt schmückt. Neben dem Maikranz und bunten Bändern in den Stadtfarben rot, weiß und blau zieren auch die Wappen der Ortsteile und der Partnerstädte Barentin und Pavilly (beide Frankreich), Petersfield (Großbritannien) und Olesnica (Polen) das Frühlingssymbol. In seiner kurzen Ansprache versäumte es Linke nicht, seine Zuhörer schon zum Sattelfest im kommenden Jahr einzuladen. „Dann ist Hoetmar Gastgeber, und ich hoffe, dass wir ins Bundesgolddorf radeln können.“

Nach der Ankunft in Warendorf konnten sich die Radler im Rathaus bei Kaffee und Kuchen stärken. So manch ein Radler allerdings ließ Kaffee und Kuchen links liegen und entschied sich eher für ein kühles Eis oder ein Kaltgetränk. Sowohl die Bedienungen an den Getränkewagen als auch in den Gastronomiebetrieben am Marktplatz hatten alle Hände voll zu tun, um alle Kunden versorgen zu können.

Glücklicherweise erheblich weniger Arbeit hatten bei der Sternfahrt die Helfer der Radstation Warendorf, die die Fahrradgruppen auf ihrem Weg in die Emsstadt begleitet hatten. „Keine besonderen Vorkommnisse“, lautete die Bilanz nach der Ankunft in Warendorf. Noch ein gutes Omen für die Radfahrsaison 2016, die am Sonntag mit einem Sattelfest nach Maß einen gelungenen, sonnigen und vielversprechenden Auftakt hatte.

Mit etwas Hilfe klettern Kinder den Maibaum hinauf

Live-Musik der „Bluesanovas“, Infostände von Warendorf Marketing und der Eurobahn, eine kostenlose Altstadtführung, Spielangebote für die jungen Festbesucher und nicht zuletzt auch sonnige Sitzplätze in der Außengastronomie auf dem Marktplatz: Das elfte Sattelfest war ein Genuss für Jung und Alt gleichermaßen.

„Besseres Wetter zum Auftakt der Radsaison können wir uns gar nicht wünschen“, war nicht nur der Geschäftsführer von Warendorf Marketing, Dr. Dietrich Meendermann, zufrieden mit dem strahlenden Sonnenschein, der die Besucher verwöhnte.

Dass dazu Blues und Boogie exzellent passen, stellten die „Bluesanovas“ auf der Bühne unter Beweis. Nach eigenen Angaben sind die fünf Musiker „Deutschlands jüngste Bluesband“, auf jeden Fall spielen sie ihre Musik mit viel Begeisterung und Leidenschaft.

Weniger Leidenschaft, sondern eher Ausdauer und Kletterkünste waren beim Sattelfest von den Kindern gefordert, die beim Maibaumklettern eine der mit kleinen Geschenken gefüllten Tüten ergattern wollten. Etwas Hilfestellung beim Erklettern der Metallstange durften die Eltern ihrem Nachwuchs aber geben, so dass kein Kind ohne Tüte nach Hause gehen musste. Hilfe für den Nachwuchs gab es auch beim Bastelstand, wo Renate Osthoff-Brandmeyer beim Fertigen von Windrädern unterstützte.

Für den guten Zweck engagierte sich die Eurobahn beim Sattelfest. Am Stand gab es nicht nur Information zum Streckennetz und zur Fahrradmitnahme im Zug, sondern auch eine Tombola, bei der jeder Teilnehmer einen kleinen Preis gewann. Der Lospreis von je 50 Cent kommt der Lebenshilfe im Kreis Warendorf zu Gute. Komplett kostenlos war schließlich die Stadtführung, zu der Warendorf Marketing die Besucher einlud.

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