Stiftung soll Gemeindearbeit absichern
Bild: Studio Kaup
Superintendent Ulf Schlien (l.) freut sich mit Mitgliedern des Stiftungs-Arbeitskreises – (v. l.) Rainer Budde, Ilse Hess, Jochen Walter, Maximilian Graf zu Stolberg-Wernigerode, Hans-Heinrich Hammermeister, Dorothee C. Pinkhaus, Martin Müller und Herwig Behring – über die Warendorfer Initiative.
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Bei einem Erntedankgottesdienst am Sonntag in der Christuskirche wurde der finanzielle Grundstock gelegt. Wie Pfarrer Herwig Behring auf „Glocke“-Anfrage mitteilte, seien 1500 Euro gespendet worden – ein erster Aufschlag für das Ziel, das Gründungskapital von mindestens 50.000 Euro zusammenzubekommen. Weitere Aktionen und Zustiftungen sollen dazu führen, im Jahr 2020 die Stiftung offiziell zu gründen.

Vorbild Stiftung des Kirchenkreises

Um den Verwaltungsaufwand so gering wie möglich zu halten, soll der lokale Stiftungsfonds zunächst als Unterstiftung der bereits seit Jahren erfolgreich arbeitenden Stiftung des Evangelischen Kirchenkreises Münster geführt werden, sagte Behring unserer Zeitung.

Kirchengemeinden seien vom Kirchensteueraufkommen abhängig. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung, aber auch des sich verändernden gesellschaftlichen Anspruchs an die Arbeit der Kirche verstärke sich in jüngster Zeit die Unsicherheit, wenn es um die Zukunft der Gemeinde gehe, erläutert Behring den Anlass der Initiative. Kulturelle, ethische sowie religiöse Werte und Vorstellungen würden nicht mehr unbedingt mit der Zugehörigkeit zu einer Kirche verbunden. Das könnte zukünftig der Arbeit der Gemeinde das materielle Fundament entziehen.

Presbyterium erkennt Zeichen der Zeit

Dies habe das Presbyterium erkannt und wolle mit der Stiftung „unsere Kirchengemeinde nachhaltig und langfristig in ihrer Existenz sichern“. Kirchliche Stiftungen hätten eine lange Tradition. Mit den Erträgen aus dem Stiftungsvermögen sollen ausschließlich lokale Aktivitäten gefördert werden.

Mike Atig, Herwig Behring, Rainer Budde, Hans-Heinrich Hammermeister, Ilse Hess, Martin Müller, Dorothee C. Pinkhaus, Maximilian Graf zu Stolberg-Wernigerode und Jochen Walter bilden einen Arbeitskreis, der vom Fundraiser des Evangelischen Kirchenkreises beraten wird. Sie wollen den Aufbau des Stiftungsfonds organisieren und im Auftrag des Presbyteriums um Mitarbeit und Unterstützung werben.

Gut fürs soziale Gefüge der Gesellschaft

Alle Mitglieder eint laut Behring das Bewusstsein, „dass die Arbeit der Kirchengemeinde existenziell ist für das soziale Gefüge unserer Gesellschaft – unabhängig von Konfession, Beruf, Geschlecht oder Alter der Menschen, die in ihr leben“.

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