Straßenreinigung: Häufiger und teurer
Verstärkter Laubanfall, schlecht zu reinigendes Pflaster, zugeparkte Ecken: Die Straßenreinigung durch die Stadt soll erweitert werden, was unter dem Strich zu höheren Kosten für die meisten Bürger führt.

Mit GPS-gesteuerten Aufzeichnungsgeräten sind die Wege der Kehrfahrzeuge gescannt, Problemecken aufgespürt und Daten zum Arbeitsaufwand zusammengestellt worden. Was dabei herauskam, sind nicht nur Hinweise zur Optimierung der Arbeitsabläufe, sondern auch die Erkenntnis, dass künftig mehr Straßen als bisher von der Stadt kostenpflichtig gereinigt werden müssen.

Altstadt besonders betroffen

Vor allen Dingen in der Altstadt wurden eine Reihe verwinkelter Gassen ausgespäht, die demnächst nicht mehr von den Anliegern selbst, sondern kostenpflichtig durch die Stadtreinigung gesäubert werden sollen. Insgesamt sind es zwölf Kilometer Straße mehr, die in die städtische Zuständigkeit fallen sollen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Achtloses Wegwerfen von Müll, schlecht zu reinigendes Kopstienpflaster, starker Laubanfall und parkende Autos sind Gründe, warum mehr Straßen, mehr manuell und damit auch mit mehr Kosten gereinigt werden muss. Zudem werden die Kehrintervalle in Problemstraßen erhöht auf zwei- bis dreimal pro Woche.

40 000 Euro Mehrkosten

Um rund 40 000 Euro soll es insgesamt teurer werden, im Durchschnitt für die Bürger um plus/minus fünf Prozent. Diejenigen, die bisher von der Reinigungsgebühr befreit waren, weil ihre Straße nicht von der Stadt gereinigt wurde, werden erstmals zur Kasse gebeten. Es könne aber auch Anlieger geben, die weniger bezahlen, weil auch der Winterdienst neu strukturiert werde, erläuterte Udo Bierbaum vom zustöndigen Sachgebiet „Umwwelt- und Geoinformation“ im Rats-Fachausschuss. Die Politiker nahmen die Fleißarbeit zur Kenntnis und beauftragten die Verwaltung, eine konkrete Satzung und Gebührenkalkulation für 2013 vorzubereiten.

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