Streit um Gastro-Gebühren eskaliert
Bild: Wild
"Auf die Plätze, Stühle, Los." Unter diesem Motto steht die Bürger-Demo am Samstag, 2. März, zwischen 14 und 16 Uhr auf dem Warendorfer Marktplatz. Das Signal des Protests gegen die Erhöhung der Nutzungsgebühren für die Außengastronomie soll ins Rathaus gesendet werden.
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„Auf die Plätze, Stühle, Los.“ heißt es am  2. März  bei einer von Bürgern initiierten Demonstration, die sich gegen die vom Rat der Stadt beschlossene Anhebung der Gebühren richtet, die die Markt-Gastronomen für die Nutzung von Marktflächen für die Außengastronomie bezahlen sollen. Zwischen 14 und 16 Uhr ist die „Sitz-Demo“ angekündigt, und sie ist offiziell beantragt und von den Ordnungsbehörden genehmigt worden.

Mit eigenen Stühlen Platz nehmen

Ziel ist es, dass möglichst viele Menschen dem Aufruf folgen, mit Klappstühlen und ähnlichen Sitzgelegenheiten im Aktionszeitraum auf den historischen Marktplatz kommen und sich dort niederlassen. Da die Gastronomen aus formalen Gründen keine Bewirtung der Demonstranten übernehmen dürfen, kann sich, wer will, in den Gaststätten den Verzehr selbst holen und mit nach draußen nehmen.

Hinter dem Aufruf stecken zwei Frauen, die über die sozialen Netzwerke ihre Idee publiziert hatten: Nina Hoos-Bögel und Katrin Richter. Sie hoffen auf möglichst viele Teilnehmer, um Stadtverwaltung und Politikern ein deutliches Zeichen zu geben, ihre Entscheidung noch einmal zu überdenken. Organisatorisch unterstützt wurden die beiden durch die Geschäftsfrau Anita Rendón, die sogar ein Logo für Ansteckpins (Bild) kreiert hat. Die ersten 100 Demonstranten sollen einen der Buttons erhalten.

Streit der Politiker eskaliert

Derweil hat sich der Streit in der Politik um das Verfahren zur Gebührenerhöhung verschärft. In einem Offenen Brief an Bürgermeister Axel Linke beklagen sich die Sprecher der Ratsfraktionen von SPD, Grünen und FWG über das Vorgehen des Verwaltungschefs im Fall der Gebührenerhöhung für die Marktplatzgastronomen.

„Wir sind sehr irritiert über Ihre Äußerungen, dass Sie jetzt, da Sie mit Ihrer Vorlage im Stadtrat maßgeblich zu dieser Situation beigetragen haben, zu einer Versachlichung der Debatte aufrufen und zu einem runden Tisch einladen. Wieso nicht vorher, Herr Bürgermeister?“, heißt es in dem Brief, und wieso Linke „die Politik in einem ersten Gespräch erst einmal außen vor“ gelassen habe: „Man könnte den Eindruck gewinnen, Sie möchten hier der Politik den Schwarzen Peter zuschieben.“

Ausführlicher Bericht und Kommentar in der Warendorfer Ausgabe der „Glocke“ vom 2. März.

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