Terrorverdächtiger in Warendorf festgenommen
Mit einem Großaufgebot der Polizei ist am Dienstag eine Wohnung in Ennigerloh durchsucht worden, die einem Terrorverdächtigen gehört, der zuvor in Warendorf verhaftet worden war.

Die Verhaftung des 30-jährigen Tadschiken erfolgte durch eine GSG 9-Einheit im Warendorfer Kreishaus, in dem sich der Mann während eines Behördengangs aufhielt.

Kämpfer des IS

Laut Generalbundesanwalt ist der Tadschike dringend verdächtig, sich von April bis September 2015 als Mitglied an der IS-Vereinigung beteiligt zu haben. Demnach sei er Mitte April 2015 von Tadschikistan aus über die Türkei nach Syrien eingereist. Dort hatte er sich wohl dem IS als Kämpfer angeschlossen. Zudem trat er in Videobotschaften auf. Darin rief er vornehmlich tadschikische Landsleute auf, in das „Herrschaftsgebiet“ des Islamischen Staates zu reisen und für die Terrororganisation zu kämpfen. Spätestens Anfang September 2015, so der Bundesanwalt, reiste der 30-Jährige aus Syrien aus und gelangte in den Kreis Warendorf.

Gestern ist der Beschuldigte dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt worden, der Untersuchungshaft angeordnet hat.

Augenzeugenberichte und weitere Hintergründe zu den Umständen der Festnahme in der Donnerstagsausgabe von „Glocke“ und „Ahlener Tageblatt“.

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