Teutemacher schafft Heimat für Bienen
Kooperation gestartet: Judith Zimmermann (Imkerei Zimmermann) und Thomas Pinnekamp (Geschäftsführer von Teutemacher Glas und Spiegel) mit den ersten aufgestellten Bienenbeuten. Die blaue Behausung rechts ist im Teutemacher-Firmendesign gestaltet.

Hinter den eingepflanzten Lavendelpflanzen sprießen dort jetzt die ersten Blumentriebe. Diese Wildblumenwiesen sollen in Zukunft mehreren Bienenvölkern als Heimat und Nahrungsquelle dienen, heißt es in einer Mitteilung von Teutemacher.

Mit der Ökozertifizierung im Jahr 2011 verstärkte das Unternehmen nach eigenen Angaben seine Anstrengungen für mehr Energieeffizienz und zum Schutz der Umwelt. „Mit dem Bienenprojekt wollen wir nun einen Beitrag zum Schutz des Ökosystems im Außenbereich des Unternehmens leisten,“ erläutert Geschäftsführer Thomas Pinnekamp die Intention. „Dazu haben wir in Kooperation mit der örtlichen Imkerei Zimmermann vor Ostern ein erstes Wirtschaftsvolk Bienen auf unserem Gelände aufgestellt.“

Judith Zimmermann aus Warendorf bietet seit diesem Jahr mit ihrer kleinen Hobbyimkerei Patenschaften für Jungvölker oder auch Vermietungen von Wirtschaftsvölkern an. Die Hobbyimkerin, die bereits in ihrer Kindheit bei ihrem Großvater den Umgang mit Bienen kennenlernte und seit einigen Jahren eigene Völker hält, engagiert sich für Insekten. Sie betont: „Über das Mietbienen-Projekt und die Patenschaften hoffe ich, Privatpersonen und Firmen die Bienen und das Bewusstsein für Insekten näher zu bringen. Bedroht sind nämlich vor allem Wildbienen und viele andere Insekten.“

Judith Zimmermann weiß, dass Bienen ein wichtiger Faktor für das Ökosystem sind. Sie „übernehmen in unserem Ökosystem eine unentbehrliche Aufgabe. Das Bewusstsein für Insekten zu fördern und auch noch leckeren Honig zu ernten, ist eine perfekte Kombination.“

Bei dem im Rahmen der Kooperation zur Verfügung gestellten Wirtschaftsvolk werden alle notwendigen Arbeiten wie Kontrollen, Honigernte und Behandlungen von der Imkerei Zimmermann vorgenommen. Zudem soll in den kommenden Wochen ein Ableger, also ein Jungvolk, entstehen, das vom nächsten Jahr an einen zusätzlichen Honigertrag bringen soll. Die Betreuung des Jungvolks übernimmt Carina Pinnekamp, Ehefrau des Teutemacher-Geschäftsführers, mit Unterstützung von Judith Zimmermann.

Um den Ertrag im aktuellen Jahr zu steigern, werden die Bienen in den kommenden Wochen an einem nahe gelegenen Rapsfeld stehen und ersten „Frühtrachthonig“ produzieren. „Es gibt schon viele Ideen dafür, wie der auf den Teutemacher-Wildwiesen produzierte Honig in Zukunft für Aktionen genutzt werden kann,“ erklärt Thomas Pinnekamp.

Er geht nicht davon aus, dass die Mitarbeiter in ihrer Mittagspause im Freien durch die Bienen gestört werden könnten. „Wild- und Honigbienen sammeln Pollen und Nektar, Wespen hingegen jagen Insekten und sammeln Lebensmittel, um sie als eiweißreiches Futter an ihren Nachwuchs zu verfüttern. Eventuelle Störenfriede in der Mittagspause sind also eher Wespen auf Eiweißsuche.“

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