Textile Kunst im Friederichs-Museum
Mit Textilien arbeitet Brigitte Kumpf. Von Sonntag an sind Arbeiten der Warendorfer Künstlerin im Heinrich-Friederichs-Museum an der Oststraße zu sehen. Die ausgestellten Werke sind in den vergangenen Jahren entstanden.

Er ist eines von 55 Werken der Warendorfer Künstlerin, die von Sonntag an im Heinrich-Friederichs-Museum zu sehen sind. „In Textil“ lautet der Titel der Ausstellung – denn Stoffe sind das Material von Brigitte Kumpf. Sie färbt sie, schneidet sie, bedruckt sie, verformt sie und benäht sie. Das Handwerk ist kein Problem für die Künstlerin, denn sie näht, seitdem sie 14 ist. 1990 hat Brigitte Kumpf zunächst angefangen, sich der Quilt-Technik zu widmen. Dabei gebe es allerdings vorgegebene Muster, an die man sich halten müsse, erklärt sie. „Das wurde mir dann irgendwann zu langweilig, und ich fing an, zu experimentieren.“

Daheim dient ihr geräumiger Keller als Atelier. Dort steht unter anderem ein Drucker, mit dem sie Fotos wie die aus San Francisco auf Stoffe bannen kann. Seide verwendet sie dabei häufig. „Der feine Stoff ist für diese Technik sehr schön“, sagt Brigitte Kumpf. Andere Werke bestehen aus gefärbter Baumwolle. Und häufig kombiniert sie Textilien mit anderen Materialien, erschafft Collagen. Papier, Folie oder auch Tyvek ergänzen dann Baumwolle & Co. „Tyvek ist ein wasserdichtes Material, das für Briefumschläge verwendet wird“, erläutert die Künstlerin. Wird es Hitze ausgesetzt, verformt es sich. In der entstandenen Form kann die Künstlerin dann etwas Neues erblicken – beispielsweise das Gewand des Sterntaler-Kinds. Mit Textilien und Garn entsteht so ein Werk.

So kommt der Zufall manchmal zu Hilfe. Oft aber schafft Brigitte Kumpf Kunst zu bestimmten Themen, denn sie nimmt an zahlreichen Ausstellungen in der ganzen Welt teil. Bei diesen Wettbewerben ist ein bestimmtes Thema vorgegeben, zu dem Brigitte Kumpf dann ein Werk kreiert.

Dass die ehemalige Lehrerin unter anderem Musik unterrichtet hat, merkt man vielen ihrer Werke an – sie haben einen Bezug zu Liedern. So zeigt sie in der Ausstellung Arbeiten aus der Reihe „Music Colours Your Life“ (Musik bringt Farbe ins Leben), die von Songtiteln ausgehen, die eine Farbe enthalten.

„In Textil“ ist vom 26. November bis 28. Januar im Heinrich-Friederichs-Museum, Oststraße 47, zu sehen. Geöffnet ist mittwochs und sonntags von 15 bis 18 Uhr. Sonntag beginnt die Eröffnung um 15 Uhr.

SOCIAL BOOKMARKS