Vermittler zwischen WEV und Gas-Rebellen
Bild: Poschmann
Dr. Hans Günther Schöler, FDP-Ratsherr und Mitglied des Aufsichtsrats der WEV, sucht das Gespräch mit den Gaspreis-Rebellen.
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Als Mitglied des Aufsichtsrats der WEV ist der FDP-Ratsherr bereits zweimal als Gast bei Zusammenkünften derjenigen (zumeist ehemaligen) WEV-Kunden gewesen, die aus Protest gegen ihrer Meinung nach zu hohen oder nicht vertragsgemäß vorgenommenen Preiserhöhungen ihre Zahlungen an den lokalen Energieversorger gekürzt haben und sich zurzeit teils im Rechtsstreit und vor Gericht befinden.  Der ehemalige Verwaltungsrichter Dr. Schöler für einen Vergleich stark machen, um womöglich jahrelange gerichtliche Auseinandersetzungen, Prozessrisiken und ausufernde Kosten für beide Seiten zu vermeiden. Ein offizielles Verhandlungsmandat habe er aber nicht, stellte Dr. Schöler klar.

Im Sinne des Bürgermeisters

Auch Bürgermeister Jochen Walter als Vorsitzender des Aufsichtsrats begrüßt es, dass sich Dr. Schöler angeboten hat, sich mit den „Rebellen“ an einen Tisch zu setzen und Möglichkeiten auszuloten, um „das Thema mit einer gewissen Einvernehmlichkeit zu beenden“. Von der formalen Form eines Vergleichs redet der Aufsichtsratsvorsitzende ausdrücklich nicht, schon gar nicht über Inhalte möglicher Verhandlungspositionen. Wichtig ist dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats darauf hinzuweisen, dass es sich bei den zurzeit anhängigen Verfahren um einen Rechtsstreit über den Status der Verträge (Sonderabkommen oder Grundtarife) einzelner Kunden handelt. Um die Frage der Billigkeit der von der WEV vorgenommenen Preiserhöhungen geht es aus seiner Sicht nicht mehr, da ein vom Gericht bestelltes Gutachten die Berechtigung der Preispolitik bestätigt habe. Die Ratsmitglieder im Aufsichtsrat, die nach intensiver Erörterung die jeweiligen Tarife beschlössen, nähmen ihre Aufgabe in großer Verantwortlichkeit gegenüber Kunden, Unternehmen und der Stadt wahr.

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