Verwaltung sucht nach ZUE-Standort
Ankommende Flüchtlinge sollen im nächsten Jahr in Warendorf in einer festen Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) untergebracht werden. Ziel ist es damit auch, die bisherigen Notunterkünfte aufzulösen.

Die Verwaltung hatte am Montag erfahren, dass das Land eine solche ZUE in Warendorf einrichten möchte. Man habe vier bis fünf Standorte im Auge, sagte der Erste Beigeordnete Dr. Martin Thormann in der Ratssitzung. Welche das seien, sagte er nicht. „Wir haben noch nicht mit den Eigentümern gesprochen.“

Die ZUE soll im Laufe des Jahres 2016 so ausgebaut werden, dass im Winter 2016/2017 nach Möglichkeit auf Notunterkünfte (NU) verzichtet werden kann. Die Kapazität der ZUE sollte maximal bei 400 bis 500 Personen liegen. Es handelt sich um eine Landeseinrichtung - das Land würde also die Kosten tragen. Die dort untergebrachten Flüchtlinge würden auf das Aufnahmesoll der Stadt Warendorf angerechnet. Es wäre nach Ahlen die zweite ZUE im Kreis Warendorf.

Bis Ende des Jahres müsste das Konzept stehen, denn in der Weihnachts-Ratssitzung am 18. Dezember soll der Beschluss erfolgen erfolgen. Zuvor soll eine umfassende Bürgerinformation erfolgen.

Zum Hintergrund: Zur Verteilung der zusätzlich erforderlichen ZUE-Kapazitäten auf die Kreise und kreisfreien Städte im Bezirk wendet die Bezirksregierung den Schlüssel des Flüchtlingsaufnahmegesetzes (FlüAG) an. Danach entfallen von den zusätzlich erforderlichen 8400 Plätzen insgesamt rund 960 auf den Kreis Warendorf. Da in Ahlen 500 Plätze entstehen, wären im Kreis Warendorf noch 460 weitere Plätze zu schaffen.

Die Bezirksregierung hatte in Warendorf  aufgrund der Flächennutzungsplanung eine Fläche in dem Gebiet  „In de Brinke“ als mögliches Grundstück angesehen. Diese Fläche ist jedoch aus Sicht der Verwaltung nicht geeignet, da die Stadt dort ein neues Wohnbaugebiet ausweisen will.

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